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Vorlesung Signale

QUBA — Quantitative Business Analysen · Prof. Rohleder · Excel-Konzept-Fach

QUBA — Rohleder-Signale aus den Vorlesungen

Wörtlich zitiert aus den Aufzeichnungen des aktuellen Semesters (U02–U14) sowie der letzten Sitzung des Vorjahres (U15 vom 08.07.2025 — im aktuellen Jahrgang endete die Reihe mit U14, die Abschluss-Sitzung mit der Klausur-Fragerunde existiert nur im Vorjahres-Ordner). Was er betont, andeutet oder ausdrücklich ausschließt.

🎙️ Rohleder-Signale U02–U08 (26er)

Signal (U02): „Heißt im Klartext, der Blattschutz in Excel ist keinen Schusspulver wert." – Nach der Live-Demo, in der er den Blattschutz durch Umbenennen in .zip und Löschen des sheetProtection-Abschnitts in unter einer Minute entfernt hat.

Signal (U02): „Das ist nichts. Das müssen Sie wissen. […] Unbedingt." – Die stärkste Merken-Sie-sich-Formulierung des ganzen Blocks, sie gilt der Wertlosigkeit des Blattschutzes.

Signal (U02): „Und es gibt nichts Übleres, nichts Niederträchtigeres als einen Schutz, der nicht schützt." – Seine moralische Zuspitzung des Themas Scheinschutz; genau dieser Satz ist ein Aufgaben-Kandidat für eine Beurteilungsaufgabe.

Signal (U02): „Und wenn Sie dann eine verschlüsselte Arbeitsmappe verschicken und da sind eben, steht eben drin, ja, Liste der Kündigungen April 2026, dann ist das too much information." – Zum unverschlüsselten Dateinamenverzeichnis im ZIP-Standard.

Signal (U02): „Vernünftige Verschlüsselung, vielleicht nicht amerikanische Verschlüsselung." – Steckenpferd digitale Souveränität, angebunden an zwei Pressemeldungen (Outlook hängte Klartext an verschlüsselte Mails, Microsoft kann in kennwortgeschützte ZIP-Dateien hineinsehen).

Signal (U02): „Ich wettere immer, hier im Hause haben wir auch so eine Latte von Funktionsadressen und ich habe keine Ahnung, wer die Menschen sind, die diese Funktions-E-Mails mitlesen." – Sein Wort „wettere" markiert das Thema selbst als Dauerärgernis.

Signal (U02): „Und das könnten jetzt Zahlen sein, die Sie eigentlich nicht hätten übermitteln wollen." – Nach der Demo, in der ein zugeschnittener Screenshot in PowerPoint per Rechtsklick wieder vollständig sichtbar gemacht wurde.

Signal (U02): „Excel oder es gibt Maslow's Law of the Instrument. Ja, wenn man als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht man in jedem Problem einen Nagel." – Sein Rahmen für jeden Werkzeugwahl-Fall, hier am Tauchboot-Unglück eingeführt.

Signal (U02): „Und die Challenge, die mache ich tatsächlich seit über 20 Jahren. Und sie hat sich weiterhin bewährt. Generationen vor Ihnen mussten die schon bestehen." – Über „Runden auf Zehnerpotenzen"; was er 20 Jahre lang übt, fragt er auch ab.

Signal (U02): „Planung, meine Herren, ist die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns." – Begründung dafür, den Zielbereich vor der Formeleingabe zu markieren statt hinterher zu kopieren.

Signal (U02): „Weil sie in vielen Formeln die 19 Prozent kodiert haben." – Corona-Umsatzsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent mit drei Wochen Vorlauf als Beleg dafür, Parameter in eigene Zellen auszulagern.

Signal (U03): „Mäuschen ist langsam und ungesund." – Wiederkehrendes Steckenpferd inklusive Exkurs zu Vertikalmäusen, Sehnenscheiden und Karpaltunnel.

Signal (U03): „Die Tausender Trennzeichen sind Ihr bester Freund, weil es uns tatsächlich hilfst, zuverlässig auch große Zahlen zu lesen. Schalten Sie die immer ein in der Zellformatierung."

Signal (U03): „Ich habe gemogelt." und „Das ist nicht cool, aber es ist wenigstens betriebssicher." – Zu seinem eigenen benutzerdefinierten Zellformat, in dem er die Tausender-Nullen als Textkonstante angehängt hat.

Signal (U03): „Da haben wir uns also um ein schönes Millionchen was zusammengerundet. Das ist dann schon ein massiver Eingriff in die Zahl." – Der Kern der Runden-Challenge: Anzeigeformat verändert die Summe nicht, RUNDEN() sehr wohl.

Signal (U03): „Gene Selesny sagt uns, ihr braucht fünf Diagrammtypen." – Gemeint ist Gene Zelazny, „Wie aus Zahlen Bilder werden"; Kreis, Säule, Balken, Linie, Punkt.

Signal (U03): „Alles andere ist Spielerei, wo die Form von den Inhalten ablenkt." und „Sie überfordern die kognitiv." – Zu Sunburst, Treemap und gestapelten Wasserfällen.

Signal (U03): „Das größte Segment ist nicht zwingend oben. […] Auf jeden Fall gehört das Wichtigste an die 12-Uhr-Linie." – Zugleich seine Terminologie-Korrektur: „Das Ding heißt nicht Tortendiagramm. Das Ding heißt Kreisdiagramm."

Signal (U03): „Und allein mit diesem Hinweis amortisiert sich zeitlich dieses komplette Seminar möglicherweise für Sie." – Zur Diagrammvorlage per Rechtsklick.

Signal (U03): „Denken Sie bitte dran, dass sich die Leute zum Teil auch hinter solchen stumpfen Tätigkeiten verstecken. Die machen das ganz gerne. Warum? Das läuft aus dem Rückenmark. Da muss man nicht nachdenken. Das ist wie eine Pause." – Der Schlusssatz von U03, klarer Aufgaben-Kandidat für eine Begründungsfrage.

Signal (U04): „Dann reicht der elegante Griff Datei speichern unter Binärformat und die Menschen werden begeistert sein." und „Lohnt sich aber erst typischerweise ab 40 MB." – Nach dem gemeinsamen Stoppuhr-Experiment im Hörsaal.

Signal (U04): „Ohne Produktivität wird die Migration zu offenen Formaten nicht funktionieren. Excel ist nicht ohne Grund der Marktführer. Das ist ein Top-Produkt. Aber natürlich benimmt sich der Monopolist Microsoft auch reichlich daneben. Nicht zuletzt beim Pricing." – Abwägung, die er in Klausuren gerne als Urteil sehen will.

Signal (U04): „Und Sie sollten zumindest diese offensichtlichen Fehler erstmal beseitigen, bevor Sie weiterrechnen." und „Und dann bin ich wieder geneigt, den Ergebnissen zu glauben." – Zur Suche nach # über die ganze Arbeitsmappe.

Signal (U04): „die besten Fehler sind immer die, die man gar nicht erst macht" – Nebenbei gesagt beim Abtippen von Noten, aber genau seine Grundhaltung zur Modellierung.

Signal (U05): „Wir müssen in der Lage sein, indirekte Formeln zu erfassen. Ja, das ist schon ein Lernziel." – Die einzige Stelle in U02 bis U08, an der er etwas ausdrücklich zum Lernziel erklärt.

Signal (U05): „Zero Touch. Zero Touch. Da wollen wir hin." – Sein Leitbild der Modellierung: Formeln nie wieder anfassen, egal ob Monat, Quartal oder Jahr wechselt.

Signal (U05): „Mittlerweile ist der S-Verweis und der W-Verweis veraltet […] Das wurde alles abgelöst von einer Tabellenblattfunktion und die heißt X-Verweis." und „Ich gebe keine S-Verweise mehr ein. Historische Technik."

Signal (U05): „Fehler im Umgang mit dem S-Verweis lassen tief blicken." – Titel seiner eigenen Veröffentlichung im Controller Magazin, im Unterricht ausdrücklich genannt.

Signal (U05): „Aber wir erkaufen die über eine Rechenzeit-Penalty in der Modellierung." – Zum Preis von INDIREKT: Textverarbeitung plus volatile Neuberechnung, Grenze rund 10.000 Bezüge.

Signal (U05): „Das ist sehr unglücklich. Gemeint ist der Suchvektor." – Seine Kritik an der deutschen Übersetzung „Suchmatrix" beim XVERWEIS; er korrigiert dieselbe Stelle später noch einmal für die Rückgabematrix.

Signal (U05): „Ihre Tabellen sind keine Zebrastreifen, meine Damen und Herren." – Zu gebänderten Zeilen in Excel-Tabellen.

Signal (U05): „Das heißt, wenn ich neu Daten bekomme, dann prüfe ich als erstes mal auf Ausreißer." – Mit dem Beispiel der durchschnittlichen Einwohnerzahl deutscher Städte, das in U08 wiederkehrt.

Signal (U06): „Okay, hier noch tatsächlich Vorschläge aus einer Klausur, als ich das mal abgeprüft habe" – Er zeigt Studierendenantworten aus einer früheren Klausur zur Blattgestaltung; damit ist das Thema als geprüft markiert.

Signal (U06): „das ist ein schmutziger Trick. Das ist keine gute Programmierungspraxis. Lassen Sie die Finger davon, arbeiten Sie transparent." – Zum Ausblenden von Zellinhalten über drei Semikola im benutzerdefinierten Zellformat.

Signal (U06): „Die Menschen glauben, sie hätten das Diagramm gelöscht. Aber sie haben es reduziert auf die Größe 0 Pixel." und „Deshalb immer schön vorher die Objekte löschen und dann die Zellen löschen."

Signal (U06): „Dann werden sie feststellen, das Ding hat plötzlich nur noch 10% der Größe von der ursprünglichen Arbeitsmappe und der Rest war Datenschrott." – Sein Rat, kaputte Mappen neu zu bauen statt zu reparieren.

Signal (U06): „Dann gilt das Pareto-Prinzip. Wir können mit 20% eines Arbeitsaufwands 80% der Informationsbedürfnisse erschlagen." – Begründung für den schlanken Anwendungssteckbrief mit einem Satz pro Blatt.

Signal (U06): „Also wesentlich Informationen immer oben links." – Ergebnisblätter vor die Verarbeitungsblätter, gegen die Prozessrichtung.

Signal (U06): „die Passworte vergebe ich nicht, weil das ist ein Scheinschutz" und „Das lässt kulturell tief blicken im Unternehmen." – Blattschutz ohne Kennwort als bewusste Entscheidung, verbunden mit einer Aussage über Unternehmenskultur.

Signal (U06): „sie nehmen uns ein Samurai-Schwert aus der Hand und geben uns einen Holzlöffel zurück" – Über Datenschutzbeauftragte und einen möglichen Ausstieg aus Excel; seine Einschätzung: „machen die im Moment die Augen zu".

Signal (U07): „Welche Strafe tritt in allen vorhandenen Formeln auf, wenn ich die Tabellenblätter, auf die diese sich beziehen, lösche?" – Direkte Frage ans Publikum, unmittelbar gefolgt von der Antwort #BEZUG! und „Das Ding kommt nie wieder zurück zum Leben. Tilt."

Signal (U07): „Und wie von Geister Hand haben sich meine indirekten Bezüge selbst repariert." – Die Pointe der LMU-Challenge und der stärkste Vorteil von INDIREKT.

Signal (U07): „Aggregat setzt sich in der Praxis nicht durch. Das ist denen zu kompliziert. Sie halten das aus." – Wörtliche Ansage, dass er AGGREGAT trotzdem verlangt.

Signal (U07): „So, jetzt einer der wichtigsten Cheats, den bitte wirklich merken. Sorgen Sie dafür, dass unter Anzeigen einblenden, die Dateinamen […] Erweiterungen aktiv sind." – Dateinamen mit F2 und STRG+C aus dem Explorer holen statt abtippen.

Signal (U07): „Und im Zweifelsfall ist die einfachste Lösung, die alle verstehen, auch die, die wir haben wollen. Kein unnötiges Voodoo, wo wir es nicht brauchen." – Zur Gültigkeitsprüfung über benannte Bereiche gegen die direkte Liste.

Signal (U07): „Das, was wir hier tun, das darf eigentlich gar nicht sein. Aber es ist der Alltag in so vielen Tausenden, Zehntausenden von Unternehmen. […] Deshalb, wenn es schon sein muss, dann lernen Sie wenigstens, wie es geht." – Seine Rechtfertigung des ganzen Excel-Reporting-Themas gegenüber HANA und Data Warehouse.

Signal (U08): „Verbundene Zellen haben wirklich in der Modellierung sehr, sehr viele Nachteile und sie sind im Grunde genommen nur ein kosmetischer Gimmick." – Deshalb die Textbox mit Zellverknüpfung als Ersatz.

Signal (U08): „So eine Fehlermeldungen ist natürlich auch immer ein Handlungsauftrag normalerweise. Die unterdrückt man jetzt eigentlich nicht ohne Not." – Direkt nachdem er WENNFEHLER gezeigt hat; die Einschränkung gehört in jede Antwort zu WENNFEHLER.

Signal (U08): „Das ist die Lösung für Freaks. Die hat den Nachteil, dass sie keiner kapiert." und „Aber nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll." – Zur WECHSELN-Variante mit Platzhalter, die er selbst gebaut und dann verworfen hat.

Signal (U08): „Wir haben unsere Quelldaten nicht vernünftig analysiert." – Selbstkritik am eigenen Auswertungstool, die er sofort in eine Regel überführt.

Signal (U08): „Analysieren Sie immer vorab die Quelldaten, dass die eine vernünftige Qualität haben. Achten Sie auf Ausreißer. Achten Sie auf Fehler. Achten Sie auf Lücken." – Dreifache Aufforderung, damit klar als Prüfungsstoff markiert.

Signal (U08): „In dem Fall, wenn man eine sogenannte bimodale Verteilung hat, die sieht im Grunde genommen aus wie so zwei Kamelhöcker, ist der Mittelwert grob irreführend." und „prüfen Sie wenigstens mit einem dicken Daumen, mit einem Augenintegral, macht der Mittelwert Sinn".

Signal (U08): „um zu erahnen, dass da ein Leerzeichen ist, brauchen Sie 25 Jahre Erfahrung" und „da müssen wir 100% hygienisch arbeiten" und „Und deshalb arbeiten Sie bitte konsequent mit diesen Gültigkeitsprüfungen." – Das Leerzeichen im Filterkriterium war die einzige echte Fehlersuche der Einheit.

Signal (U08): „aber so ist natürlich eleganter, weil alles, was sich ändern kann, wird sich ändern" – Begründung dafür, auch Überschriften dynamisch zu beziehen statt zu kopieren.


🎙️ Rohleder-Signale U09–U14 (26er)

A · Was er über DIE KLAUSUR SELBST sagt

Signal (U14): „Das aktuelle Klausur ist identisch in allen Modulen. Die Klausur sieht aus wie alle anderen Klausuren auch. Eine Minute, ein Rohpunkt, eine Bearbeitungsminute." – Die QUBA-Klausur hat dieselbe Architektur wie FINA/KOLE/ETFÜ, Punktzahl gleich Bearbeitungsminuten.

Signal (U14): „Für die Klausur bleibt alles wie gehabt. Es wird keine Änderungen geben, dahingehend, dass ich mich wenige Stunden vor dem Stichtag, zu dem ich gerne die Klausur fertig hätte, hinsetzen werde und wie so oft im Schweiße meines Angesichts mir Klausuraufgaben für Sie ausdenken werde. Es gelten die gleichen Spielregeln wie immer." – Kein neues Format, aber die Aufgaben entstehen kurzfristig aus dem, was ihn zuletzt beschäftigt hat.

Signal (U14): „Datum habe ich wieder vergessen. Was weiß ich. Irgendwann zwischen Mitte Juli und Mitte August wird es sein." – Termin stand am 30.06. noch nicht fest.

Signal (U14): „Ich bemühe mich präzise zu fragen, obwohl es manchmal, wenn da 10 Punkte steht, ja, was wird denn da, da müssen halt schon 10 Argumente kommen." – Die Punktzahl ist die Ansage, wie viele eigenständige Argumente er sehen will.

Signal (U14, Rerun-Warnung): „Hier tatsächlich die Aufgabe war ein Rerun, weil ich die beim ersten Durchlauf mit dem Ergebnis sehr, sehr unzufrieden war, weil die Leute eben in ihren Antworten da gar nicht eingegangen sind auf das, was da eigentlich drin stand. Das war mal wieder wahrscheinlich so ein KI-Artefakt." – Aufgaben, mit deren Beantwortung er unzufrieden war, stellt er bewusst noch einmal.

Signal (U14, wörtlicher Altklausurtext): „Also wenn da steht, gehen Sie dazu auch auf die Chancen und Risiken der Arbeit mit Excel ein für 10 Punkte. Dann würde ich dazu auch schon wahnsinnig gerne Aussagen von Ihnen bekommen, auf das ich da Punkte dran hefte." – Er zitiert die Aufgabenstellung im Wortlaut, das ist der Rerun-Kandidat Nummer eins.

Signal (U14, wörtlicher Altklausurtext): „und erläutern Sie das grundsätzliche Dilemma, in dem viele Verwaltungen, egal ob Unternehmen oder öffentliche Hand, in Bezug auf die digitale Datenverarbeitung im Rahmen ihres Tagesgeschäfts stecken" – Zweiter Teil derselben Aufgabe, ebenfalls im Wortlaut vorgetragen.

Signal (U14, Prüfungsgrenze): „Ich weiß nicht, ob wir Aggregat gemacht haben. … Wenn wir das nicht selbst zusammen gemacht haben, dann prüfe ich das natürlich auch nicht ab. Ich gucke mir dazu genauso die Videos an, wie Sie auch an der entsprechenden Stelle und frage mich dann, kann man das sinnvoll prüfen, ja oder nein." – Prüfungsstoff ist exakt das, was in der Veranstaltung gemeinsam gemacht wurde, und er verifiziert das an den Aufzeichnungen.

Signal (U14, „Klassiker"): „Und erinnern Sie sich bitte, ist auch ein Klassiker aus den Klausuren. … Aber hier, wo wir die Prognosen gemacht haben, das ist was, das sollten Sie auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Und da gab es schon Fragen dazu. Und das kann auch jederzeit wieder passieren." – Gesagt direkt vor der Konfidenzintervall-Demo, das ist ein explizit angekündigter Wiederholungskandidat.

Signal (U13, Aufgabentyp Formelkritik): „Für uns in Kuba praktisch maßgeblich ist die Ermittlung und dazu müssen Sie auskunftsfähig sein. Also wenn ich Ihnen dann mal hier eine Formel zeige und die ist nicht richtig, dann sollten Sie die korrigieren." – Aufgabentyp „Formel lesen und korrigieren" ist angekündigt.

Signal (U14, Aufgabentyp Bezugsart): „Es kann sein, dass ich Ihnen dann mal was zeige mit einem Bezug zeige, wo man sagt, da ist vielleicht eine andere Bezugsart sinnvoll oder so was. Habe ich mal gemacht. Irgendwann kann ich nicht von ausschließen. Aber hier ging es um die Best Practice. … und Sie mussten erläutern, warum das so ist, auch wenn das funktioniert." – Formelkritik zielt auf Modellierungsqualität, nicht auf Syntaxfehlersuche.

Signal (U13, NICHT prüfungsrelevant): „Wie man zu Kalkulationszinssätzen kommt, das ist nicht Gegenstand von Kuba. … Das würde ich niemals prüfen." – Die Herleitung des WACC ist ausdrücklich ausgeschlossen, die Anwendung des gegebenen Zinssatzes nicht.

Signal (U14, NICHT prüfungsrelevant): „das ist jetzt aber wirklich komplett nicht prüfungsrelevant, damit hier keine Missverständnisse aufkommen" – Bezogen auf den Blog-Artikel zu den Hintergründen der Finanzplanungsvorlage.

Signal (U13, Material): „ich gebe Ihnen diese Folien natürlich nochmal mit, nachdem ich sie schon aufgelegt habe. Aber das können Sie zur Kenntnis nehmen, müssen Sie aber nicht." – Der ausführliche Investitionsrechnungs-Foliensatz ist Hintergrund, geprüft wird die Ermittlung in Excel.

Signal (U12, Fragefenster): „wenn Sie Klausurfragen haben, stellen Sie sie jetzt, stellen Sie sie nächste Woche, warten Sie nicht bis auf den letzten Drücker. Wenn irgendwas dazwischen kommt, dann hätten Sie entsprechend Pech. Das wäre schlechtes Risikomanagement."

Signal (U13, Fragefenster): „Sie dürfen auch gerne schon Fragen zur Klausur stellen. Wenn Ihnen dazu was durch den Kopf geht, nutzen Sie Ihre Chance." – Es kam keine einzige Frage, also bleibt der Stoff so, wie er ihn selbst gewichtet hat.

Signal (U09, wörtlich): „Oder für Sie als fortgeschrittene Excel-Anwender. Spalte. Wir könnten das wählbar machen. … Das wäre auch mal eine schöne Klausuraufgabe." – Gesagt zur Umschaltung des Zeilen- beziehungsweise Spaltenfelds einer dynamischen Kreuztabelle über INDIREKT() und Textverkettung. Das ist der einzige wörtliche Klausuraufgaben-Hinweis der ganzen Semesterhälfte.

Signal (U14, Schlüsselfolie): „es gibt nur drei Arten von Geldgrößen. Das ist eine der wenigen Schlüsselfolien in diesem riesigen Foliensatz." – Zeitpunktgrößen, Zeitraumgrößen, Barwerte mit je einer zugeordneten Tabellenblattfunktion.

B · Steckenpferde, Abschweifungen, wiederkehrendes Schimpfen

Signal (U11): „Das ist tatsächlich eine kleine Tragödie, dass auch die Praxis, Sie sind mit diesem Fehler nicht allein. Auch die Praxis neigt zu dieser Interpretation, die statistisch aber unvollständig ist und damit leider hart falsch." – Zur Fehlinterpretation des Konfidenzintervalls.

Signal (U11): „ich bitte Sie, nehmen Sie hier das Konfidenzintervall raus. Das ist ohne Interpretation, wenn Sie nicht planen, hier 250.000 identische Wiederholungen Ihres Experiments durchzuführen. Das ist ehrlicher."

Signal (U14): „Konfidenz heißt, ja, vertraue mir. Vertraue mir. Das ist wie Kai im Dschungelbuch. Und da muss der Handgriff einfach sein. Geben Sie das keinem an die Hand, bevor Sie dieses Konfidenzintervall nicht abgeschaltet haben." – Er meint Kaa; das Bild kommt zweimal im Semester, das Thema ist sein Lieblingsärgernis.

Signal (U11): „Was ist die implizite Stabilitätshypothese der Prognosen? Die behauptet, die Zukunft ist eine mathematische Funktion der Vergangenheit. Es geht immer so weiter. Die Bäume wachsen in den Himmel. … Das ist natürlich Kappes."

Signal (U11): „Die Mathematik oder die Statistik, sie reicht nur bis zu einem bestimmten Grad. Den Kopf müssen wir dann noch einschalten." – Nachdem dieselbe Zeitreihe je nach Datenbasis 3.406 oder 3.116 prognostiziert.

Signal (U10): „Maslow's Law of the Instrument formuliert 1966, wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel. Also die Praxis setzt die Pivot-Tabellen für alles ein, die gelten als Krönung der Excel-Schöpfung."

Signal (U10): „Pivot-Tabellen schaffen sehr oft eine vermeidbare Komplexität. … Ich stelle aber fest, dass in der Praxis sehr, sehr viel mit Pivot-Analysen gelöst wird, wo ich sage, da schießen wir mit Kanonen auf Spatzen."

Signal (U10): „Zunächst aber noch eine Erläuterung zur Sicherheit von Daten bei Pivot-Analysen. Ich weiß nicht, ob ich das schon hinreichend deutlich gemacht habe. Was ist, wenn Sie jetzt nur die aggregierten Ergebnisse … an jemanden weitergeben möchten." – Die Passage geht im Transkript unter, der Einstieg zeigt aber, dass ihm das Thema wichtig genug für eine eigene Erläuterung war.

Signal (U10): „Die Pivot-Tabellen speichern jeweils eine Kopie aller verdichteten Daten. Das verdoppelt auch schon mal die Größe der Arbeitsmappe."

Signal (U10): „Was ist mit das Erste, was wir gelernt haben über die Modellierung in Excel? Keine harten Werte in Formeln." – Zu PIVOTDATENZUORDNEN(), das genau das tut.

Signal (U10): „weil die Praxis ein hohes Maß an Präferenz für lineare Zusammenhänge hat, ist es auch immer der erste Vorschlag. Die hassen E-Funktionen. Die hassen Exponenten von mehr als einem Grad. Das ist alles Teufelszeug."

Signal (U10): „Für praktische Zwecke. Alles, was über 60, 65 Prozent ist, ist großartig als Erklärungswert. Bitte da nicht überziehen." – Faustregel zum Bestimmtheitsmaß, inklusive Hinweis, dass die 95 Prozent im Beispiel nur wegen der synthetischen Daten zustande kommen.

Signal (U10): „Und als Gütemaß lernen wir jetzt kennen Summe xmy2. Elon Musks jüngstes Kind." – Merkbild für SUMMEXMY2().

Signal (U10): „Sie legen eine Hand auf die heiße Herdplatte, während Sie mit einem Bein in der Tiefkühltruhe stehen. Sie gibt genauer Körpertemperatur, dennoch ist Ihr Wohlbefinden massiv eingeschränkt." – Begründung, warum die einfache Differenz als linear kompensatorisches Gütemaß untauglich ist.

Signal (U10): „Das ist ein Megatrend für komplexe Analysen, den Menschen die Formeleingabe aus der Hand zu nehmen. Das ist zu gefährlich. Sie geben den Leuten einen Hammer in die Hand. Das Erste, was die machen, ist, sie schlagen sich ein Loch in die Stirn."

Signal (U11): „dieser Datenassistent hat schon auch eine Penalty im Sinne von, wir verlieren da Flexibilität dafür, dass wir keine Formel anfassen müssen." – Gegenrede zum eigenen Assistenten-Lob.

Signal (U11): „Alles was wir tun müssen, ist die Arbeitsmappe öffnen. Diese Tabelle wird sich automatisch aktualisieren und damit auch unsere Prognose. Zero Touch. Da wollen wir hin beim Modellieren."

Signal (U11): „aber denken Sie bitte daran, Internet-Server, wenn man die zu regelmäßig zu heftig polt in zu kurzen Intervallen von immer der gleichen IP-Adresse aus, dann fällt man denen irgendwann lästig und dann fliegt man aus der Kurve. Das wird Ihnen bei Yahoo Finance so gehen."

Signal (U11, Presse-Aufhänger): „Wir kehren zurück zu unserem Ausgangsbeispiel … zum Mauna Loa Observatorium. Ich hoffe, deren Budget ist jetzt einigermaßen gesichert. Trump wollte das Ding am liebsten stilllegen. Das ist ihm ein Dorn im Auge."

Signal (U11): „Mauna Loa ändert alle zwei, drei Jahre die Anzahl der Kopfzeilen. Das heißt, eine derart automatische Festlegung der Kopfzeilen wird gelegentlich manuelle Eingriffe erfordern. Das liegt aber nicht an uns."

Signal (U09, wörtlich): „Im Bewerbungsgespräch gibt es zwei Fragen, anhand derer entschieden wird, ob sie Excel-Crack sind oder nicht. Frage Nummer eins." – Der Satz bricht im Transkript ab, der Kontext ist die Pivot-Tabelle und ihre Aktualisierung.

Signal (U09): „Und dass einer wirklich mal auf die Standardabweichung oder die Varianz guckt, davon träume ich nachts." – Zur Wertfeld-Funktionswahl in der Pivot-Analyse.

Signal (U09): „Das benutzt kein Mensch. Könnte man mal machen. Setzt tatsächlich sklavische Disziplin voraus, dass in 99 Blättern in der Zelle B5 die richtige Information steht. Brandgefährlich." – Zu 3D-Bezügen.

Signal (U09): „Ich persönlich mag es nicht, wenn Formeln hier im Namensmanager versteckt sind. Das halte ich für keine transparente Modellierung." – Und trotzdem empfiehlt er, den Spill-Range-Operator im Namensmanager zu hinterlegen, das ist ein bewusst benannter Zielkonflikt.

Signal (U09): „Den empfehle ich zu entfernen. Für Ihre mentale Gesundheit. Ansonsten arbeiten Sie gegen Windmühlen." – Zur Pivot-Option „Spaltenbreiten bei Aktualisierung automatisch anpassen".

Signal (U12): „Erfolgsgeschichte versus Hängebauchschwein. Hängepartie. Die Kegger glättet. … Das ist nicht gelogen. Aber das lässt unsere dürftige Zwischenetappe hier. Kehrt das gepflegt unter den Teppich." – Zur CAGR.

Signal (U12): „Um in der Sprache unserer Zeit zu bleiben, alternative Fakten." – Ebenfalls zur CAGR, unmittelbar vor der Frage ans Auditorium „Welches Problem habe ich mit dieser Kegger, wenn ich auf diese Zahlungsreihe schaue?"

Signal (U12): „Date-Diff ist eine Funktion, die nicht sein darf. … Excel stellt die Funktion Date-Diff bereit, um ältere Arbeitsmappen aus Lotus 1, 2, 3 zu unterstützen." – Historien-Exkurs mit Marktanteilsangabe „Marktanteil von Excel im Moment 85 Prozent … In den speziellen Abteilungen von Finanzen und Controlling behaupte ich mal 100 Prozent."

Signal (U12): „Man hat einfach gesagt, das Jahr hat jetzt 360 Zinstage. Und fertig. … Das ist einigermaßen lächerlich in Zeitalter nahezu unbegrenzter Rechenkapazität. Aber es ist Tradition. Das haben wir immer so gemacht und das schreibt sich fort in alle finanzmathematischen Funktionen."

Signal (U13): „Was die nie machen, was ich nie erlebt habe, war der Blick zurück im Zorn. … Ich schaue eine Analyse, ob die Investitionsrechnung zugetroffen ist. Das habe ich in der Praxis noch nie erlebt. Aus verschiedenen Gründen, die eben psychologischer Natur sind."

Signal (U13): „Und wir alle wissen, der 1.1. ist ein gesetzlicher Feiertag. Da geht gar nichts, da fließt kein Geld. Ende aus, Mickey Maus. Und der 31.12., das ist ein halber Feiertag." – Sein Standardwitz zur vorschüssig/nachschüssig-Fiktion.

Signal (U13): „Also die haben im Grunde genommen alles vergeigt, was man vergeigen kann an dieser Beschreibung." – Zur deutschen Excel-Hilfe der NBW()-Funktion, inklusive der Kritik „gemeint ist nicht Netto Barwert, sondern was heißt To Net im Englischen. To Net … bedeutet saldieren."

Signal (U14): „bei der KfW-Vorlage zur Rentabilitätsvorschau wird die Profitabilität gezeigt, aber nicht die Rentabilität, weil es gar nicht ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gebracht wird, der Gewinn, der da ausgewiesen wird. Also das Ding heißt nur so. Es gibt auch keine Zitronenfalter, die Zitronen falten."

Signal (U14): „Das Wichtigste, vielleicht das auch nochmal zum Mitnehmen, was Sie vor Fehlern mit Excel schützt … ist aber, dass Sie vorher wissen, was rauskommt bei Ihrer Rechnung. Heißt, Sie haben eine klare Ergebniserwartung. Sie kennen Ihren Laden."

Signal (U14, Diplomarbeits-Anekdote): „Ich habe ein großes Excel-Modell mit einer Optimalplanung, mit einem 220 variablen LP-Ansatz, der mit dem revidierten Simplex gelöst wurde. Das war meine Diplomarbeit. … Ich bin zu dem Kontroller gegangen, der guckt da drauf und sagt, nee, das kann nicht sein." – Beleg dafür, dass Hauskenntnis das eigentliche Kontrollinstrument ist.

Signal (U14): „das ist halt was, das Sie im Umgang mit dem X-Verweis als Lernziel dann für sich verorten sollen." – Zum Übereinstimmungsmodus -1 bei der Notentabelle, sein einziges wörtlich benanntes Lernziel im Schlussteil.

Signal (U14, KI): „Auch unter Umständen KI gestützt. Ja, wobei das klappt nicht mit KI. … aber das macht es nicht zu einer guten Idee und es macht es nicht zu einer Modellierungspraxis und Sie mussten erläutern, warum das so ist, auch wenn das funktioniert."

Signal (U14, Lehrformat): „Sie kriegen von mir nie wieder die ganze Liste Arbeitsmappen. … Es wird ein Best-of der Folien geben. Da werden 15 Folien drin sein." – Er verdichtet auf das, was er tatsächlich besprochen hat, und das ist zugleich die Prüfungsmenge.


🎙️ Rohleder-Signale U15 (Vorjahr, 08.07.2025 — Abschluss-Sitzung mit Klausur-Fragerunde)

Diese Sitzung lag sechs Tage vor der Klausur vom 14.07.2025. Rohleder wiederholt darin das Financial Modeling, beantwortet Klausurfragen und bespricht Aufgaben der Sommersemester-2024-Klausur mit seinen eigenen Musterantworten — einer Klausur, die in der Altmeister-Sammlung fehlt. Alles hier ist deshalb doppelt wertvoll: Es ist die einzige Quelle für diese Aufgaben.

Signal (U15, Punktevergabe): „Für das Wiederholen der Aufgabenstellung, ja, da gibt es im Regelfall keine Punkte." – Seine Antwort auf eine Studierendenfrage. Wer die Aufgabenstellung paraphrasiert, füllt Papier, aber kein Punktekonto.

Signal (U15, Punktevergabe): „Halbe Punkte mache ich tatsächlich nicht, da breche ich mir die Hände. […] Bei mir gibt es nur volle Punkte, hopp oder top." – Ein halbrichtiges Argument bringt null. Deshalb lieber drei Argumente sauber zu Ende führen als fünf anreißen.

Signal (U15, Punktevergabe): „Maximal zwei Punkte hat, wer verknüpfte Arbeitsmappen nicht berücksichtigt in der Antwort." – Zur Excel-Hilfe-Aufgabe der SS24-Klausur: Wer einen Teilbegriff der Aufgabenstellung ignoriert, verliert die Hälfte der Punkte, egal wie gut der Rest ist. Jedes Wort der Aufgabenstellung ist ein Prüfauftrag.

Signal (U15, Klausurinhalt): „Was kommt in der Klausur dran? Ganz viel Excel. Ich glaube, das ist safe. […] Ich könnte ja mal Klausuren mischen. Ich bringe Ihnen die FINA-Klausur in Kuba mit." – Der Scherz hat einen wahren Kern: Kapitalwert, XKAPITALWERT und die Finanzfunktionen sind in beiden Fächern zu Hause und tauchen in QUBA regelmäßig auf.

Signal (U15, Financial Modeling): „Es gibt nur drei Arten von Geldgrößen. Unser Leben als Kaufleute ist total einfach." – Zeitpunktgrößen (alles, was in der Bilanz steht, per Stichtag, nachgeschlagen mit dem XVERWEIS), Zeitraumgrößen (Umsatz je Monat, Quartal, Jahr, kumuliert mit SUMMEWENNS) und Barwertgrößen (abgezinste Beträge, ermittelt mit XKAPITALWERT). Sein Fazit wörtlich: „Das sind die drei, die Sie kennen müssen."

Signal (U15, Financial Modeling): „Ich persönlich mag Summe wenn S. Das ist die dafür spezialisierte Funktion. Damit kommen wir mit 98 % unserer Anwendungsfälle zurecht." – Und zur Herkunft des Namens: „Das S hier, das steht für Several. Das ist eine Nicht-Übersetzung."

Signal (U15, Modellierungspraxis): „Bitte sofort mit Präfix taufen. TBL Miete." – Seine Demonstration der Datum/Betrag-Tabellen: Zahlungen als Zeilen einer mit STRG+T angelegten, sofort benannten Tabelle erfassen, statt eine Zeitachse nach rechts aufzuziehen. Die gebänderten Zeilen schaltet er grundsätzlich ab: „Die bringen keinen Gewinn. Das ist empirisch längst untersucht."

Signal (U15, Modellierungspraxis): „Wir wollen keine harten Werte in der Formel haben." – Mehrfach wiederholt, angewandt auf die Staffelmiete: „Also planen Sie nicht völlig naiv" — Preissteigerungen gehören als Parameterzelle ins Modell, nicht als einkodierte Zahl.

Signal (U15, SS24-Klausuraufgabe „Finanzmodellierung starr"): „Die Abbildung skizziert eine Finanzplanung, wie sie in der Praxis sehr häufig anzutreffen ist. Erläutern Sie drei konkrete und verschiedene Nachteile dieser Modellierung." – Seine eigene Musterantwort aus dem Klausurarchiv, vorgelesen: starre Zeitachse (feinere Granularität oder andere Zusammenfassung nicht oder nur aufwendig möglich), unübersichtlich bei seltenen Zahlungen (viele leere Zellen), Datenherkunft und Planungsstand nicht erkennbar (welcher Plan, von wann, von wem, freigegeben?), Gesamtsumme fehlt und gehört nach links oben statt ans Zeilenende, Fehleranfälligkeit durch Verwechslung von Monat oder Kostenart beim Scrollen. Sein Zusatz: „Sie durften denken in dieser Aufgabe, da hätte ich Ihnen auf jeden Fall Punkte für gegeben" — etwa für die ABC-Sortierung der Kostenarten (große Posten oben, C-Kosten zugeklappt als „Sonstige").

Signal (U15, SS24-Klausuraufgabe Excel-Hilfe): „Strukturierte Verweise auf Tabellen- und Spaltennamen in verknüpften Arbeitsmappen werden nicht unterstützt. — Die Aussage ist falsch. Der Zugriff ist problemlos." – Die gelb markierte Behauptung stammt aus der echten Excel-Hilfe; in der LMU-Fallstudie wurde das Gegenteil live gezeigt. Seine Musterantwort weiter: Aus Effizienzgründen kann der Zugriff mit INDIREKT modelliert werden, dann entfällt die DDE-Verknüpfung zur Zielarbeitsmappe; die nötige Syntax holt man sich mit FORMELTEXT aus einem funktionierenden Bezug als „Spickzettel"; damit INDIREKT funktioniert, muss die Zielarbeitsmappe geöffnet sein, und INDIREKT in Massen kann Performance-Probleme verursachen. Nebenbefund derselben Hilfe-Seite: Grammatikfehler in der Überschrift, und „REF müsste in der deutschen Hilfe eigentlich Bezug heißen".

Signal (U15, Pflichtfunktionen): „Ich habe Ihnen diese Liste gegeben, wo diese 20 Funktionen gelb unterlegt sind. […] Die sollte man aus dem Stegreif eingeben können, und dazu zähle ich persönlich auch PROGNOSE.ETS, weil es gibt ein Leben jenseits von diesem Assistenten." – Die Liste ist Abschnitt 3.8 des Skripts (von 515 Tabellenblattfunktionen bleiben rund 20 Pflicht). In einer Papierklausur ist „aus dem Stegreif" wörtlich zu nehmen.

Signal (U15, PIVOTDATENZUORDNEN, Rückgriff auf SS22): „Pivot-Daten zuordnen ist darüber komplett robust. Da steht immer der richtige Wert drin." – Seine Musterantwort zur SS22-Aufgabe: Ein direkter Zellbezug auf eine Pivot-Tabelle zeigt nach Aktualisierung oder Layout-Änderung womöglich einen anderen oder gar keinen Wert, weil der Wert wandert; PIVOTDATENZUORDNEN adressiert das Datenfeld inhaltlich und bleibt deshalb stabil. Dazu die inhärenten Pivot-Nachteile: feste Werte in Formeln und die Gefahr veralteter Ergebnisse, wenn niemand manuell aktualisiert.