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🗺️ Klausur-Fahrplan — die ~10 Aufgabentypen erkennen

EINK — Einkauf · Prof. Dr. Gabriel · 8 Aufgaben / 60 min · Closed Book (nur Taschenrechner)

Klausur-Fahrplan

Status: GEPRÜFT. Grundlage sind das offizielle Curriculum (EINK - Curriculum.pdf), die generellen Klausurhinweise (Stand 25.01.2024) und die Beispielklausur von Prof. Dr. Gabriel.

Rahmen

Dozent Prof. Dr. Stefan Gabriel
Format 8 Aufgaben
Zeit 60 Minuten
Hilfsmittel nur ein einfacher, nicht-programmierbarer Taschenrechner (TI-30 o. ä.)
Closed Book keinerlei Unterlagen, keine elektronischen Geräte, keine Armbanduhren
⚠️ Der wichtigste Satz aus dem Curriculum

Das Curriculum endet mit: „+ sämtliche Übungen !“

Die Übungsaufgaben sind also ausdrücklich Prüfungsstoff. Tatsächlich sind mehrere Aufgaben der Beispielklausur wörtlich Übungsaufgaben (z. B. die e-Procurement-Aufgabe, die Benchmarking-Aufgabe und „Der Einkauf befasst sich fast ausschließlich mit der Versorgungsfunktion“). Deshalb ist in diesem Portal jede Übungsaufgabe gelöst.

Punkteverteilung der Beispielklausur

Aufgabe Thema Punkte Kapitel hier
1 e-Procurement und Marktplätze 11 e-Procurement
2 Angebotsvergleich 11 Beschaffungsprozess
3 Benchmarking 11 Benchmarking
4 ABC-Analyse (Rechnung) 12 Bedarfsermittlung
5 Aussagen kommentieren 16 Grundlagen
6 (im Muster maskiert) 14
7 (im Muster maskiert) 12
8 Richtig/Falsch-Ankreuzaufgabe 12 querschnittlich

Rund die Hälfte der sichtbaren Punkte entfällt auf e-Procurement, Angebotsvergleich und Benchmarking. Dazu kommen eine Rechenaufgabe und die Kommentieraufgabe.

Curriculum: was drankommt und was nicht

Die mit (ex = exklusive) gekennzeichneten Themen werden laut Curriculum nicht im Detail geprüft (Basiswissen sollte aber vorhanden sein).

Kap. Themen Nicht im Detail geprüft
1 Grundlagen Begriffsbestimmung · Aufgaben des Einkaufs · Einkaufsspektrum/Warengruppen · direkter/indirekter Einkauf · Trends · Bedeutung für das Betriebsergebnis
2 Bedarfsermittlung Materialbedarfsermittlung (arithmetisches Mittel, gleitender Mittelwert) · ABC-Analyse · XYZ-Analyse · Portfolio-Analyse exponentielle Glättung, lineare Regression im Detail
3 Beschaffungsmarktforschung Marktanalyse/-beobachtung/-prognose · Make or Buy · Single/Dual/Multiple/Global Sourcing · Ziele Internetsuchmaschinen für den Einkauf
4 Beschaffungsprozess Zeitlicher Ablauf · Angebotsprüfung · Vergleichsfaktoren · Punktungsverfahren · Quotientenverfahren · Kennzahlenverfahren · Angebotsvergleich · Vergabeverhandlung · Bestellung
5 Vertragsmanagement Rechtsgeschäfte · Vertragsarten · Kaufverträge · typische Vertragsinhalte · Letter of Intent · Memorandum of Understanding · AEBs · vorvertragliche Vertrauensverhältnisse · Kaufverträge mit speziellen Preisvereinbarungen spezielle Kaufverträge (Gattungs-/Stückkauf), Exkurs Zustellung, Details zum Werkvertrag
6 Korruption & Compliance Definition · Rechtslage · Ursachen · Indizien · Sensibilisierung · Prävention · Compliance im Unternehmen Transparency International im Detail, BKA-Statistiken im Detail
7 e-Procurement Einsparpotenziale · e-Business · EDI / Web-EDI · B2B/B2C/C2B/C2C · Auktionen · Marktplätze (Abgrenzung zu Portalen) · Desktop Purchasing · Vendor Managed Inventory
8 Benchmarking Grundlagen · internes/externes Benchmarking · Benchmarking im Einkauf · Kennzahlen · Vorgehensweise · Voraussetzungen/Verhaltenscodex Info zu Fraunhofer-Institut/BME
9 Trends im Einkauf generelle Trends · Qualitätsmanagement zur Kostenreduzierung · Boeing 787 · Nachhaltigkeit/Green Procurement · Einkauf 4.0 komplettes Kapitel (ex)
💡 Was das für die Vorbereitung heißt

Kapitel 9 komplett und die BKA-/Transparency-Details sind entlastet. Hier reicht Basiswissen. Die Zeit gehört stattdessen den drei Verfahren des Angebotsvergleichs (Punktung, Quotient, Kennzahl), der ABC-Analyse als Rechnung, den Sourcing-Strategien und Desktop Purchasing/Marktplätzen.

Formale Regeln des Dozenten

Die folgenden Punkte stammen aus den „Generellen Hinweisen zur Klausur“ (Stand 25.01.2024). Wer sie übergeht, verschenkt Punkte:

  • Präzise auf die gestellte Frage antworten: es werden nur Aussagen zur gestellten Frage gewertet.
  • Keine „Alternativ-Antworten“ im Sinne von „irgendetwas davon wird schon richtig sein“. Falsches Beiwerk schadet.
  • Stichworte reichen, wenn die Frage sie zulässt („Nennen Sie 3 Beispiele für …“).
  • Bei „erläutern/erklären“: ausformulieren, keine Stichworte.
  • Die Größe der Antwortbox gibt Auskunft über den erwarteten Umfang.
  • Ankreuzaufgaben: immer einen kompletten Aufgabenteil bearbeiten; mindestens eine Aussage pro Teil ist richtig. Punkte gibt es nur für einen komplett richtig beantworteten Block, Teilpunkte sind ausgeschlossen.
  • Bei Berechnungen immer den Rechenweg angeben.
  • Lesbare Handschrift, dokumentenechter Stift (kein Bleistift), Blätter nicht trennen, Rückseiten dürfen genutzt werden.

Typische Aufgabenformate erkennen

Formulierung Was erwartet wird
„Nennen Sie mindestens 3 …“ Stichworte genügen, aber wirklich die geforderte Anzahl liefern
„Erläutern Sie …“ ausformulierte Sätze, Begriff + Funktionsweise + Beispiel
„Kommentieren Sie folgende Aussage (mit Begründung)“ Position beziehen (richtig/falsch/differenziert) und begründen
„Üben Sie Kritik …“ Nachteile/Grenzen benennen, nicht nur Vorteile relativieren
„Grenzen Sie … voneinander ab“ beide Begriffe definieren und den Unterschied explizit benennen
„Führen Sie eine … durch“ Rechnung mit vollständigem Rechenweg + Interpretation des Ergebnisses
Richtig/Falsch-Tabelle jede Zeile einzeln prüfen; auf Verneinungen und vertauschte Begriffe achten

Endkontrolle vor der Abgabe

  • Jede Teilaufgabe a), b), c) wirklich beantwortet? (Punkte stehen je Teilaufgabe im Kopf der Aufgabe)
  • Bei „mindestens 5 Vorteile“: wirklich 5 genannt?
  • Bei Rechnungen: Rechenweg sichtbar, Ergebnis mit Einheit, kurze Interpretation?
  • Bei Ankreuzblöcken: alle Zeilen des Blocks angekreuzt (nur komplette Blöcke zählen)?
  • Name und Matrikelnummer auf allen Blättern?