In den fünf Original-Lückentexten (11.08.2016 · 21.09.2016 · 13.02.2018 · 22.02.2019 · 29.07.2022) stecken 44 Lücken, aber nur rund 25 verschiedene Begriffe. Rohleder recycelt denselben Pool. Wer die Tabelle in Teil A beherrscht, hat jede bisher gestellte Lückentext-Aufgabe vollständig.
Teil A · Der komplette Item-Pool
Spalte 2 enthält alle Formulierungen, mit denen Rohleder denselben Begriff schon abgefragt hat. Er variiert den Satzbau, nicht den Begriff.
A1 · Strömungsgrößen und Fonds
| Lösung | Rohleders Formulierungen | Falle |
|---|---|---|
| Auszahlung | „unmittelbare Abnahme des Zahlungsmittelbestands" | Verwechslung mit Ausgabe — Auszahlung = Kasse/Bank, Ausgabe = Geldvermögen |
| Ausgabe | „negative Veränderung des Fonds ‚Geldvermögen'" · „Wert der in einer Periode beschafften Güter und Dienstleistungen" · „Wert der in einer Periode zugegangenen Güter" | „Aufwand" — falsch: beschafft ≠ verbraucht. Aufwand verlangt Verbrauch |
| Einnahme | „positive Veränderung des Fonds ‚Geldvermögen'" · „Wert der in einer Periode abgesetzten Güter und Dienstleistungen" | Plural/Singular egal, Begriff zählt |
| Einzahlung | „unmittelbare Zunahme des Zahlungsmittelbestands" | Spiegelbild zur Auszahlung |
| Überschuss | „Differenz aus Einnahmen und Ausgaben" | „Gewinn" — Gewinn ist die Differenz aus Ertrag und Aufwand, nicht aus Einnahmen/Ausgaben |
| Aufwand | „Wert aller in einer Periode verbrauchten Güter und Dienstleistungen" · „negative Veränderung des Fonds ‚Reinvermögen/Gesamtvermögen'" | „Kosten" — Kosten sind nur der betriebsbedingte Teil |
| Kosten | „bewerteter, betriebsbedingter Verzehr von Gütern und Dienstleistungen" · „Die negative Veränderung des Fonds ‚___' heißt Kosten" → betriebsnotwendiges Vermögen | Bei der Fonds-Frage nicht „Reinvermögen" — das gehört zum Aufwand |
| Leistung | „positive Veränderung des Fonds ‚betriebsnotwendiges Vermögen'" | „Ertrag" — Ertrag gehört zum Gesamtvermögen (externes RW) |
| Ertrag | „positive Veränderung des Fonds ‚Reinvermögen'" | Spiegelbild zum Aufwand |
Merksatz für den ganzen Block: Vier Fonds, vier Begriffspaare. Zahlungsmittelbestand → Ein-/Auszahlung · Geldvermögen → Einnahme/Ausgabe · Reinvermögen → Ertrag/Aufwand · betriebsnotwendiges Vermögen → Leistung/Kosten.
A2 · Kostenbegriffe
| Lösung | Rohleders Formulierungen | Falle |
|---|---|---|
| Grenzkosten | „Kosten, die durch die Produktion einer zusätzlichen Mengeneinheit eines Produktes entstehen" (3× gestellt) | „variable Kosten" — die variablen Kosten sind der Block, die Grenzkosten die letzte Einheit |
| variable Kosten | „ändern sich bei Veränderung der Herstellungsmengen" · „Nur die ___ sind für die kurzfristige Produktionsprogrammplanung entscheidungsrelevant" (4× gestellt) | „relevante Kosten" — zirkulär, benennt keine Kostenart |
| Fixkosten | „ändern sich bei Variation der Herstellungsmenge nicht" (2× gestellt) | „Kostenremanenz" — anderer Begriff, siehe nächste Zeile |
| Kostenremanenz | „Trotz rückläufigem Beschäftigungsgrad verharren die Kosten auf einem bestimmten Niveau" | „Skaleneffekt" — das ist das Gegenteil: sinkende Stückkosten bei steigender Menge |
| Opportunitätskosten | „Gewinn der nächstgünstigen Verwendungsalternative" · „der entgangene Nutzen" (3× gestellt) | — |
| Zusatzkosten | „anzusetzen bei betrieblicher Nutzung unentgeltlich zur Verfügung gestellter Vermögensgegenstände" | „Anderskosten" — Anderskosten haben einen Aufwand in anderer Höhe, Zusatzkosten gar keinen |
| Anderskosten | „Kosten, denen ein Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht" | siehe oben |
| Grundkosten | „Kosten, denen ein Aufwand in gleicher Höhe gegenübersteht" | — |
| Kostenart | „Menge von Kosten, die hinsichtlich eines zugrunde gelegten Kriteriums die gleichen Merkmalsausprägungen besitzen" | „Kostenstelle" — die Kostenstelle ist ein Ort, die Kostenart eine Kategorie |
A3 · Rechensysteme
| Lösung | Rohleders Formulierungen | Falle |
|---|---|---|
| Normalkostenrechnung | „Kosten, die in der Vergangenheit durchschnittlich angefallen sind, bestimmen den Verrechnungssatz" · „Kosten, die in der Vergangenheit angefallen sind, werden verteilt" (2× gestellt) | „Kostenrechnung" — Oberbegriff, zu unspezifisch. Achte auf durchschnittlich/Vergangenheit |
| Istkostenrechnung | „es werden die tatsächlich angefallenen Kosten der Periode verrechnet" | Abgrenzung zur Normalkostenrechnung: tatsächlich ≠ durchschnittlich |
| Plankostenrechnung | „die Kosten werden für die künftige Periode im Voraus geplant und vorgegeben" | — |
| Teilkostenrechnung | „In der ___ wird nur ein Teil der erfassten Kosten einer Periode den Kostenträgern zugeordnet" (3× gestellt) | „Kostenträgerrechnung" — Signalwort ist „nur ein Teil" |
| Vollkostenrechnung | „alle angefallenen Kosten werden den Kostenträgern zugeordnet" | — |
| Kostenartenrechnung | „dient der Erfassung und Gliederung aller im Laufe der Abrechnungsperiode anfallenden Kostenarten" | „Kostenrechnung" — gefragt ist die erste Stufe |
| Kostenstellenrechnung | „verteilt die Gemeinkosten auf die Orte ihrer Entstehung" | — |
| Kostenträgerrechnung | „In der ___ werden alle Kosten direkt oder über die Kostenstellen auf die einzelnen Produkte verteilt" | „Kostenstellenrechnung" — Signalwort ist „auf die einzelnen Produkte" |
Der Dreischritt, den Rohleder abfragt: Kostenartenrechnung (welche Kosten?) → Kostenstellenrechnung (wo entstanden?) → Kostenträgerrechnung (wofür?).
A4 · Kalkulatorische Kosten und Abschreibung
| Lösung | Rohleders Formulierungen | Falle |
|---|---|---|
| externen | „Im ___ Rechnungswesen müssen Abschreibungen auf Basis der Anschaffungsauszahlungen vorgenommen werden" | „internen" — genau umgekehrt |
| Wiederbeschaffungswert(s) | „Im internen Rechnungswesen werden Abschreibungen häufig auf Basis des ___ vorgenommen" | „Anschaffungspreis" — das ist die Basis im externen RW |
| Nutzungsdauer | „Für die Kostenrechnung werden die Abschreibungen meist über die tatsächliche ___ berechnet" | „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer" wäre die AfA-Tabelle, also extern |
| Abschreibungsbasis | „Die ___ definiert den Betrag, von dem abgeschrieben wird" | auch „Bemessungsgrundlage" wird akzeptiert |
| kalkulatorische(r) Unternehmerlohn | „derjenige Teil der kalkulatorischen Kosten, die dem Unternehmer für seine Tätigkeit als Geschäftsführer fiktiv zugrunde gelegt werden" | — |
| kalkulatorische Zinsen | „Verzinsung des betriebsnotwendigen Kapitals, unabhängig von der tatsächlichen Finanzierung" | — |
| kalkulatorische Wagnisse | „Ansatz für Einzelwagnisse, die durch Versicherungen nicht abgedeckt sind" | Das allgemeine Unternehmerwagnis ist gerade nicht ansatzfähig |
A5 · Kennzahlen und Ziele
| Lösung | Rohleders Formulierungen | Falle |
|---|---|---|
| Produktivität | „Das Mengenverhältnis von Output zu Input" (4× gestellt) | Wirtschaftlichkeit — Merksatz: Menge = Produktivität |
| Wirtschaftlichkeit | „Das Wertverhältnis von Output zu Input" · „Das Ziel der Kostenrechnung ist die Sicherung der ___ des Unternehmens" | Produktivität — Merksatz: Wert = Wirtschaftlichkeit |
| Rentabilität | „Verhältnis einer Erfolgsgröße zum eingesetzten Kapital" | — |
| Erfolgspotenziale | „Das Ziel der Investitionsrechnung ist die Sicherung der ___ des Unternehmens" | „monetäre Ziele" — zu unspezifisch |
| Betrieb | „eine Organisationseinheit im Unternehmen, die sachzielorientierte Handlungen ausführt" (2× gestellt) | „Unternehmen" — das Unternehmen ist formalzielorientiert |
| Betriebszweck | „Das Sachziel des Betriebs wird auch ___ genannt" | — |
Teil B · Neue Items im selben Stil
Alles, was Rohleder lehrt, aber im Lückentext-Pool noch nicht vorkam. Formuliert nach seinem Satzmuster — falls er den Pool erweitert, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit so.
| # | Lückensatz | Lösung |
|---|---|---|
| B1 | „___ lassen sich einem Kostenträger direkt und verursachungsgerecht zurechnen." | Einzelkosten |
| B2 | „___ lassen sich einem Kostenträger nur mittelbar über Schlüssel zurechnen." | Gemeinkosten |
| B3 | „Ein ___ ist das Produkt oder die Leistung, für die Kosten angefallen sind." | Kostenträger |
| B4 | „Eine ___ ist der Ort im Unternehmen, an dem Kosten entstehen." | Kostenstelle |
| B5 | „Die Differenz aus Erlös und variablen Kosten eines Produktes nennt man ___." | Deckungsbeitrag |
| B6 | „Der Deckungsbeitrag je Stück heißt ___." | Deckungsspanne |
| B7 | „Die Menge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gerade gleich hoch sind, heißt ___." | Break-Even-Menge (auch: Gewinnschwelle, kritische Menge) |
| B8 | „Das Verhältnis von Ist-Beschäftigung zu Plan-Beschäftigung bezeichnet man als ___." | Beschäftigungsgrad |
| B9 | „Der ___ setzt die Gemeinkosten einer Kostenstelle ins Verhältnis zu ihrer Zuschlagsbasis." | Gemeinkostenzuschlagssatz |
| B10 | „___ machen ungleichartige Produkte über einen Verhältnisfaktor rechnerisch gleichartig." | Äquivalenzziffern |
| B11 | „Entstehen bei einem Produktionsprozess zwangsläufig mehrere Produkte, spricht man von ___." | Kuppelproduktion |
| B12 | „___ Gemeinkosten sind einer Kostenstelle direkt zugeordnet, ___ Gemeinkosten stammen aus der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung." | primäre / sekundäre |
| B13 | „Die ___ Preisuntergrenze entspricht den variablen Stückkosten." | kurzfristige |
| B14 | „Die ___ Preisuntergrenze entspricht den vollen Selbstkosten." | langfristige |
| B15 | „Bei einem Engpass ist die Rangfolge nach der ___ zu bilden." | relativen Deckungsspanne (Deckungsbeitrag je Engpasseinheit) |
| B16 | „Die Summe aus Material- und Fertigungsbereich ergibt die ___." | Herstellkosten |
| B17 | „Herstellkosten zuzüglich Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten ergeben die ___." | Selbstkosten |
| B18 | „Die Differenz aus Leistungen und Kosten einer Periode heißt ___." | Betriebsergebnis |
| B19 | „Kosten, die nur einer Produktgruppe, nicht aber einem einzelnen Produkt zurechenbar sind, heißen ___." | gruppenfixe Kosten |
| B20 | „Die ___ ordnet die Gemeinkosten der Vorkostenstellen stufenweise den Endkostenstellen zu." | Stufenleiterverfahren (Treppenverfahren) |
| B21 | „Der ___ verteilt die Kosten einer Maschine über ihre Laufzeit auf die Kostenträger." | Maschinenstundensatz |
| B22 | „Wird der Verrechnungssatz auf Basis erwarteter künftiger Werte gebildet, spricht man von ___." | Plankosten |
Teil C · Drei neue Lückentexte zum Üben
Zusammengesetzt aus Teil A und B, im Umfang und Punkteschema der Originale. Lösungen jeweils direkt darunter — beim Üben abdecken.
Lückentext, 10 Fachbegriffe
1 Auszahlung · 2 Grenzkosten · 3 Wirtschaftlichkeit · 4 Teilkostenrechnung · 5 Einzelkosten · 6 Deckungsbeitrag · 7 Kostenremanenz · 8 Abschreibungsbasis · 9 Betriebszweck · 10 Anderskosten
Lückentext, 12 Fachbegriffe
1 Leistung · 2 externen · 3 Opportunitätskosten · 4 Kostenartenrechnung · 5 Kostenstelle · 6 Äquivalenzziffern · 7 variablen Stückkosten · 8 Zusatzkosten · 9 Selbstkosten · 10 Beschäftigungsgrad · 11 Normalkostenrechnung · 12 gruppenfixe Kosten
Lückentext, 10 Fachbegriffe, Schwerpunkt Verwechslungspaare
1 Produktivität · 2 Fixkosten · 3 variablen Kosten · 4 Ausgabe · 5 Aufwand · 6 Kostenträgerrechnung · 7 Betrieb · 8 Wiederbeschaffungswert · 9 relativen Deckungsspanne · 10 Überschuss
Die sechs Fallen, die Rohleder wiederholt stellt
- Produktivität ↔︎ Wirtschaftlichkeit — Menge gegen Wert.
- Fixkosten ↔︎ Kostenremanenz — „ändern sich nicht" gegen „verharren trotz Rückgang".
- Teilkostenrechnung ↔︎ Kostenträgerrechnung — „nur ein Teil" gegen „auf die Produkte".
- extern ↔︎ intern bei der Abschreibungsbasis — Anschaffung gegen Wiederbeschaffung.
- Ausgabe ↔︎ Aufwand — beschafft gegen verbraucht.
- variable Kosten ↔︎ „relevante Kosten" — die Antwort „relevante Kosten" ist zirkulär und gibt null Punkte.