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Lueckentext Zentrale

KOLE — Kosten- & Leistungsrechnung · Prof. Rohleder · 80 P / 80 min / 7 Aufgaben

Farb-Legende (gilt überall gleich): Material · Fertigung · Verwaltung/Vertrieb · Sondereinzelkosten · Herstell-/Selbstkosten · Einzelkosten · Gemeinkosten · Fixkosten · variable Kosten · Deckungsbeitrag

In den fünf Original-Lückentexten (11.08.2016 · 21.09.2016 · 13.02.2018 · 22.02.2019 · 29.07.2022) stecken 44 Lücken, aber nur rund 25 verschiedene Begriffe. Rohleder recycelt denselben Pool. Wer die Tabelle in Teil A beherrscht, hat jede bisher gestellte Lückentext-Aufgabe vollständig.


Teil A · Der komplette Item-Pool

Spalte 2 enthält alle Formulierungen, mit denen Rohleder denselben Begriff schon abgefragt hat. Er variiert den Satzbau, nicht den Begriff.

A1 · Strömungsgrößen und Fonds

Lösung Rohleders Formulierungen Falle
Auszahlung „unmittelbare Abnahme des Zahlungsmittelbestands" Verwechslung mit Ausgabe — Auszahlung = Kasse/Bank, Ausgabe = Geldvermögen
Ausgabe „negative Veränderung des Fonds ‚Geldvermögen'" · „Wert der in einer Periode beschafften Güter und Dienstleistungen" · „Wert der in einer Periode zugegangenen Güter" „Aufwand" — falsch: beschafftverbraucht. Aufwand verlangt Verbrauch
Einnahme „positive Veränderung des Fonds ‚Geldvermögen'" · „Wert der in einer Periode abgesetzten Güter und Dienstleistungen" Plural/Singular egal, Begriff zählt
Einzahlung „unmittelbare Zunahme des Zahlungsmittelbestands" Spiegelbild zur Auszahlung
Überschuss „Differenz aus Einnahmen und Ausgaben" „Gewinn" — Gewinn ist die Differenz aus Ertrag und Aufwand, nicht aus Einnahmen/Ausgaben
Aufwand „Wert aller in einer Periode verbrauchten Güter und Dienstleistungen" · „negative Veränderung des Fonds ‚Reinvermögen/Gesamtvermögen'" „Kosten" — Kosten sind nur der betriebsbedingte Teil
Kosten „bewerteter, betriebsbedingter Verzehr von Gütern und Dienstleistungen" · „Die negative Veränderung des Fonds ‚___' heißt Kosten" → betriebsnotwendiges Vermögen Bei der Fonds-Frage nicht „Reinvermögen" — das gehört zum Aufwand
Leistung „positive Veränderung des Fonds ‚betriebsnotwendiges Vermögen'" „Ertrag" — Ertrag gehört zum Gesamtvermögen (externes RW)
Ertrag „positive Veränderung des Fonds ‚Reinvermögen'" Spiegelbild zum Aufwand

Merksatz für den ganzen Block: Vier Fonds, vier Begriffspaare. Zahlungsmittelbestand → Ein-/Auszahlung · Geldvermögen → Einnahme/Ausgabe · Reinvermögen → Ertrag/Aufwand · betriebsnotwendiges Vermögen → Leistung/Kosten.

A2 · Kostenbegriffe

Lösung Rohleders Formulierungen Falle
Grenzkosten „Kosten, die durch die Produktion einer zusätzlichen Mengeneinheit eines Produktes entstehen" (3× gestellt) „variable Kosten" — die variablen Kosten sind der Block, die Grenzkosten die letzte Einheit
variable Kosten „ändern sich bei Veränderung der Herstellungsmengen" · „Nur die ___ sind für die kurzfristige Produktionsprogrammplanung entscheidungsrelevant" (4× gestellt) „relevante Kosten" — zirkulär, benennt keine Kostenart
Fixkosten „ändern sich bei Variation der Herstellungsmenge nicht" (2× gestellt) „Kostenremanenz" — anderer Begriff, siehe nächste Zeile
Kostenremanenz „Trotz rückläufigem Beschäftigungsgrad verharren die Kosten auf einem bestimmten Niveau" „Skaleneffekt" — das ist das Gegenteil: sinkende Stückkosten bei steigender Menge
Opportunitätskosten „Gewinn der nächstgünstigen Verwendungsalternative" · „der entgangene Nutzen" (3× gestellt)
Zusatzkosten „anzusetzen bei betrieblicher Nutzung unentgeltlich zur Verfügung gestellter Vermögensgegenstände" „Anderskosten" — Anderskosten haben einen Aufwand in anderer Höhe, Zusatzkosten gar keinen
Anderskosten „Kosten, denen ein Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht" siehe oben
Grundkosten „Kosten, denen ein Aufwand in gleicher Höhe gegenübersteht"
Kostenart „Menge von Kosten, die hinsichtlich eines zugrunde gelegten Kriteriums die gleichen Merkmalsausprägungen besitzen" „Kostenstelle" — die Kostenstelle ist ein Ort, die Kostenart eine Kategorie

A3 · Rechensysteme

Lösung Rohleders Formulierungen Falle
Normalkostenrechnung „Kosten, die in der Vergangenheit durchschnittlich angefallen sind, bestimmen den Verrechnungssatz" · „Kosten, die in der Vergangenheit angefallen sind, werden verteilt" (2× gestellt) „Kostenrechnung" — Oberbegriff, zu unspezifisch. Achte auf durchschnittlich/Vergangenheit
Istkostenrechnung „es werden die tatsächlich angefallenen Kosten der Periode verrechnet" Abgrenzung zur Normalkostenrechnung: tatsächlichdurchschnittlich
Plankostenrechnung „die Kosten werden für die künftige Periode im Voraus geplant und vorgegeben"
Teilkostenrechnung „In der ___ wird nur ein Teil der erfassten Kosten einer Periode den Kostenträgern zugeordnet" (3× gestellt) „Kostenträgerrechnung" — Signalwort ist „nur ein Teil"
Vollkostenrechnung „alle angefallenen Kosten werden den Kostenträgern zugeordnet"
Kostenartenrechnung „dient der Erfassung und Gliederung aller im Laufe der Abrechnungsperiode anfallenden Kostenarten" „Kostenrechnung" — gefragt ist die erste Stufe
Kostenstellenrechnung „verteilt die Gemeinkosten auf die Orte ihrer Entstehung"
Kostenträgerrechnung „In der ___ werden alle Kosten direkt oder über die Kostenstellen auf die einzelnen Produkte verteilt" „Kostenstellenrechnung" — Signalwort ist „auf die einzelnen Produkte"

Der Dreischritt, den Rohleder abfragt: Kostenartenrechnung (welche Kosten?) → Kostenstellenrechnung (wo entstanden?) → Kostenträgerrechnung (wofür?).

A4 · Kalkulatorische Kosten und Abschreibung

Lösung Rohleders Formulierungen Falle
externen „Im ___ Rechnungswesen müssen Abschreibungen auf Basis der Anschaffungsauszahlungen vorgenommen werden" „internen" — genau umgekehrt
Wiederbeschaffungswert(s) „Im internen Rechnungswesen werden Abschreibungen häufig auf Basis des ___ vorgenommen" „Anschaffungspreis" — das ist die Basis im externen RW
Nutzungsdauer „Für die Kostenrechnung werden die Abschreibungen meist über die tatsächliche ___ berechnet" „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer" wäre die AfA-Tabelle, also extern
Abschreibungsbasis „Die ___ definiert den Betrag, von dem abgeschrieben wird" auch „Bemessungsgrundlage" wird akzeptiert
kalkulatorische(r) Unternehmerlohn „derjenige Teil der kalkulatorischen Kosten, die dem Unternehmer für seine Tätigkeit als Geschäftsführer fiktiv zugrunde gelegt werden"
kalkulatorische Zinsen „Verzinsung des betriebsnotwendigen Kapitals, unabhängig von der tatsächlichen Finanzierung"
kalkulatorische Wagnisse „Ansatz für Einzelwagnisse, die durch Versicherungen nicht abgedeckt sind" Das allgemeine Unternehmerwagnis ist gerade nicht ansatzfähig

A5 · Kennzahlen und Ziele

Lösung Rohleders Formulierungen Falle
Produktivität „Das Mengenverhältnis von Output zu Input" (4× gestellt) Wirtschaftlichkeit — Merksatz: Menge = Produktivität
Wirtschaftlichkeit „Das Wertverhältnis von Output zu Input" · „Das Ziel der Kostenrechnung ist die Sicherung der ___ des Unternehmens" Produktivität — Merksatz: Wert = Wirtschaftlichkeit
Rentabilität „Verhältnis einer Erfolgsgröße zum eingesetzten Kapital"
Erfolgspotenziale „Das Ziel der Investitionsrechnung ist die Sicherung der ___ des Unternehmens" „monetäre Ziele" — zu unspezifisch
Betrieb „eine Organisationseinheit im Unternehmen, die sachzielorientierte Handlungen ausführt" (2× gestellt) „Unternehmen" — das Unternehmen ist formalzielorientiert
Betriebszweck „Das Sachziel des Betriebs wird auch ___ genannt"

Teil B · Neue Items im selben Stil

Alles, was Rohleder lehrt, aber im Lückentext-Pool noch nicht vorkam. Formuliert nach seinem Satzmuster — falls er den Pool erweitert, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit so.

# Lückensatz Lösung
B1 „___ lassen sich einem Kostenträger direkt und verursachungsgerecht zurechnen." Einzelkosten
B2 „___ lassen sich einem Kostenträger nur mittelbar über Schlüssel zurechnen." Gemeinkosten
B3 „Ein ___ ist das Produkt oder die Leistung, für die Kosten angefallen sind." Kostenträger
B4 „Eine ___ ist der Ort im Unternehmen, an dem Kosten entstehen." Kostenstelle
B5 „Die Differenz aus Erlös und variablen Kosten eines Produktes nennt man ___." Deckungsbeitrag
B6 „Der Deckungsbeitrag je Stück heißt ___." Deckungsspanne
B7 „Die Menge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gerade gleich hoch sind, heißt ___." Break-Even-Menge (auch: Gewinnschwelle, kritische Menge)
B8 „Das Verhältnis von Ist-Beschäftigung zu Plan-Beschäftigung bezeichnet man als ___." Beschäftigungsgrad
B9 „Der ___ setzt die Gemeinkosten einer Kostenstelle ins Verhältnis zu ihrer Zuschlagsbasis." Gemeinkostenzuschlagssatz
B10 „___ machen ungleichartige Produkte über einen Verhältnisfaktor rechnerisch gleichartig." Äquivalenzziffern
B11 „Entstehen bei einem Produktionsprozess zwangsläufig mehrere Produkte, spricht man von ___." Kuppelproduktion
B12 „___ Gemeinkosten sind einer Kostenstelle direkt zugeordnet, ___ Gemeinkosten stammen aus der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung." primäre / sekundäre
B13 „Die ___ Preisuntergrenze entspricht den variablen Stückkosten." kurzfristige
B14 „Die ___ Preisuntergrenze entspricht den vollen Selbstkosten." langfristige
B15 „Bei einem Engpass ist die Rangfolge nach der ___ zu bilden." relativen Deckungsspanne (Deckungsbeitrag je Engpasseinheit)
B16 „Die Summe aus Material- und Fertigungsbereich ergibt die ___." Herstellkosten
B17 Herstellkosten zuzüglich Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten ergeben die ___." Selbstkosten
B18 „Die Differenz aus Leistungen und Kosten einer Periode heißt ___." Betriebsergebnis
B19 „Kosten, die nur einer Produktgruppe, nicht aber einem einzelnen Produkt zurechenbar sind, heißen ___." gruppenfixe Kosten
B20 „Die ___ ordnet die Gemeinkosten der Vorkostenstellen stufenweise den Endkostenstellen zu." Stufenleiterverfahren (Treppenverfahren)
B21 „Der ___ verteilt die Kosten einer Maschine über ihre Laufzeit auf die Kostenträger." Maschinenstundensatz
B22 „Wird der Verrechnungssatz auf Basis erwarteter künftiger Werte gebildet, spricht man von ___." Plankosten

Teil C · Drei neue Lückentexte zum Üben

Zusammengesetzt aus Teil A und B, im Umfang und Punkteschema der Originale. Lösungen jeweils direkt darunter — beim Üben abdecken.

Lückentext, 10 Fachbegriffe

Aufgabe #007 · 5 P. · Übungsaufgabe |Ergänzen Sie die fehlenden Fachtermini! 1. Die unmittelbare Abnahme des Zahlungsmittelbestands nennt man ___. 2. ___ sind die Kosten, die durch die Produktion einer zusätzlichen Mengeneinheit entstehen. 3. Das Wertverhältnis von Output zu Input bezeichnet man als ___. 4. In der ___ wird nur ein Teil der erfassten Kosten den Kostenträgern zugeordnet. 5. ___ lassen sich einem Kostenträger direkt und verursachungsgerecht zurechnen. 6. Die Differenz aus Erlös und variablen Kosten eines Produktes nennt man ___. 7. Trotz rückläufigem Beschäftigungsgrad verharren die Kosten auf einem Niveau: ___. 8. Die ___ definiert den Betrag, von dem abgeschrieben wird. 9. Das Sachziel des Betriebs wird auch ___ genannt. 10. Kosten, denen ein Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht, heißen ___.
📝 Lösung C1

1 Auszahlung · 2 Grenzkosten · 3 Wirtschaftlichkeit · 4 Teilkostenrechnung · 5 Einzelkosten · 6 Deckungsbeitrag · 7 Kostenremanenz · 8 Abschreibungsbasis · 9 Betriebszweck · 10 Anderskosten

Lückentext, 12 Fachbegriffe

Aufgabe #008 · 6 P. · Übungsaufgabe |Ergänzen Sie die fehlenden Fachtermini! 1. Die positive Veränderung des Fonds „betriebsnotwendiges Vermögen" ist eine ___. 2. Im ___ Rechnungswesen müssen Abschreibungen auf Basis der Anschaffungsauszahlungen vorgenommen werden. 3. Der Gewinn der nächstgünstigen Verwendungsalternative definiert die ___. 4. Die ___ dient der Erfassung und Gliederung aller anfallenden Kostenarten. 5. Eine ___ ist der Ort im Unternehmen, an dem Kosten entstehen. 6. ___ machen ungleichartige Produkte über einen Verhältnisfaktor rechnerisch gleichartig. 7. Die kurzfristige Preisuntergrenze entspricht den ___. 8. ___ sind anzusetzen bei betrieblicher Nutzung unentgeltlich überlassener Vermögensgegenstände. 9. Herstellkosten zuzüglich Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten ergeben die ___. 10. Das Verhältnis von Ist- zu Plan-Beschäftigung heißt ___. 11. In der ___ bestimmen die durchschnittlich angefallenen Vergangenheitskosten den Verrechnungssatz. 12. Kosten, die nur einer Produktgruppe zurechenbar sind, heißen ___.
📝 Lösung C2

1 Leistung · 2 externen · 3 Opportunitätskosten · 4 Kostenartenrechnung · 5 Kostenstelle · 6 Äquivalenzziffern · 7 variablen Stückkosten · 8 Zusatzkosten · 9 Selbstkosten · 10 Beschäftigungsgrad · 11 Normalkostenrechnung · 12 gruppenfixe Kosten

Lückentext, 10 Fachbegriffe, Schwerpunkt Verwechslungspaare

Aufgabe #009 · 5 P. · Übungsaufgabe |Ergänzen Sie die fehlenden Fachtermini! 1. Das Mengenverhältnis von Output zu Input heißt ___. 2. ___ ändern sich bei Variation der Herstellungsmenge nicht. 3. Nur die ___ sind für die kurzfristige Produktionsprogrammplanung entscheidungsrelevant. 4. Den Wert der in einer Periode beschafften Güter und Dienstleistungen bezeichnet man als ___. 5. Den Wert der in einer Periode verbrauchten Güter und Dienstleistungen bezeichnet man als ___. 6. In der ___ werden alle Kosten direkt oder über die Kostenstellen auf die einzelnen Produkte verteilt. 7. Ein ___ ist eine Organisationseinheit, die sachzielorientierte Handlungen ausführt. 8. Im internen Rechnungswesen wird häufig auf Basis des ___ abgeschrieben. 9. Bei einem Engpass ist die Rangfolge nach der ___ zu bilden. 10. Die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben wird als ___ bezeichnet.
📝 Lösung C3

1 Produktivität · 2 Fixkosten · 3 variablen Kosten · 4 Ausgabe · 5 Aufwand · 6 Kostenträgerrechnung · 7 Betrieb · 8 Wiederbeschaffungswert · 9 relativen Deckungsspanne · 10 Überschuss


Die sechs Fallen, die Rohleder wiederholt stellt

  1. Produktivität ↔︎ Wirtschaftlichkeit — Menge gegen Wert.
  2. Fixkosten ↔︎ Kostenremanenz — „ändern sich nicht" gegen „verharren trotz Rückgang".
  3. Teilkostenrechnung ↔︎ Kostenträgerrechnung — „nur ein Teil" gegen „auf die Produkte".
  4. extern ↔︎ intern bei der Abschreibungsbasis — Anschaffung gegen Wiederbeschaffung.
  5. Ausgabe ↔︎ Aufwand — beschafft gegen verbraucht.
  6. variable Kosten ↔︎ „relevante Kosten" — die Antwort „relevante Kosten" ist zirkulär und gibt null Punkte.