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Uebung Zusatz

KOLE — Kosten- & Leistungsrechnung · Prof. Rohleder · 80 P / 80 min / 7 Aufgaben

Farb-Legende (gilt überall gleich): Material · Fertigung · Verwaltung/Vertrieb · Sondereinzelkosten · Herstell-/Selbstkosten · Einzelkosten · Gemeinkosten · Fixkosten · variable Kosten · Deckungsbeitrag

Zusatz-Übungsaufgaben — selbst gestellt, im Rohleder-Stil

Zusätzliche Rechenaufgaben zum Üben — im Stil von Rohleders Klausuraufgaben, teils Varianten (gleiches Setting/dieselben Daten, aber eine andere Frage). Alle mit vollständiger Lösung und aufgehender Rechenprobe.



Zuschlagskalkulation: Sondermaschinen-Auftrag (Vorkalkulation bis Bruttoangebotspreis) — Zusatzübung

Aufgabe #225 · Zuschlagskalkulation: Sondermaschinen-Auftrag (Vorkalkulation bis Bruttoangebotspreis) — ZusatzübungDie Rheingau Anlagenbau GmbH (Sondermaschinenbau, Mittelstand) kalkuliert einen Auftrag für einen Privatkunden. Gegeben: Materialeinzelkosten (MEK) 800,00 €; Materialgemeinkosten (MGK) 150 %; Fertigungseinzelkosten (FEK) 1.400,00 €; Fertigungsgemeinkosten (FGK) 500 %; Sondereinzelkosten der Fertigung (SEK-F) 800,00 € (Spezialvorrichtung nur für diesen Auftrag); Verwaltungsgemeinkosten (VwGK) 15 %; Vertriebsgemeinkosten (VtGK) 10 %; Gewinnzuschlag 12 %; Kundenskonto 2 %; Kundenrabatt 20 %; Umsatzsteuer 19 %. Ermittle den Bruttoangebotspreis über das vollständige Zuschlagsschema.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Materialkosten (MK). Die MGK sind ein Zuschlag auf die MEK: MGK = 800,00 € × 1,50 = 1.200,00 €. → MK = MEK + MGK = 800,00 € + 1.200,00 € = 2.000,00 €.
  2. Fertigungskosten (FK). FGK ist ein Zuschlag auf die FEK: FGK = 1.400,00 € × 5,00 = 7.000,00 €. Die SEK-F werden nur addiert (nie mit % belegt): FK = FEK + FGK + SEK-F = 1.400,00 € + 7.000,00 € + 800,00 € = 9.200,00 €.
  3. Herstellkosten (HK) = MK + FK = 2.000,00 € + 9.200,00 € = 11.200,00 €.
  4. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten. Beide werden auf die Herstellkosten bezogen (VtGK nicht auf „HK + VwGK"!): VwGK = 11.200,00 € × 0,15 = 1.680,00 €; VtGK = 11.200,00 € × 0,10 = 1.120,00 €.
  5. Selbstkosten (SK) = HK + VwGK + VtGK = 11.200,00 € + 1.680,00 € + 1.120,00 € = 14.000,00 €. (Keine SEK-V gegeben.)
  6. Gewinnzuschlag „auf Hundert" auf die SK: Gewinn = 14.000,00 € × 0,12 = 1.680,00 €. → Barverkaufspreis (BVP) = 14.000,00 € + 1.680,00 € = 15.680,00 €.
  7. Skonto 2 % „im Hundert". Der Kunde zieht 2 % vom Zielverkaufspreis ab, also ist der ZVP die 100 %: ZVP = BVP ÷ (1 − 0,02) = 15.680,00 € ÷ 0,98 = 16.000,00 € (Skontobetrag = 16.000,00 − 15.680,00 = 320,00 €). Merke: dividieren, nicht × 1,02.
  8. Rabatt 20 % „im Hundert". Der Kunde zieht 20 % vom Listenverkaufspreis ab, also ist der LVP die 100 %: LVP = ZVP ÷ (1 − 0,20) = 16.000,00 € ÷ 0,80 = 20.000,00 € (Rabattbetrag = 20.000,00 − 16.000,00 = 4.000,00 €). Da keine Verpackung/Versand angegeben ist, gilt: Nettoangebotspreis = 20.000,00 €.
  9. Umsatzsteuer 19 % auf den Netto (Privatkunde → bis Brutto rechnen): USt = 20.000,00 € × 0,19 = 3.800,00 €. → Bruttoangebotspreis = 20.000,00 € + 3.800,00 € = 23.800,00 €.
Position Rechnung Betrag
MEK gegeben 800,00 €
+ MGK 150 % 800,00 × 1,50 1.200,00 €
= MK 2.000,00 €
FEK gegeben 1.400,00 €
+ FGK 500 % 1.400,00 × 5,00 7.000,00 €
+ SEK-F gegeben 800,00 €
= FK 9.200,00 €
= HK 2.000 + 9.200 11.200,00 €
+ VwGK 15 % (auf HK) 11.200 × 0,15 1.680,00 €
+ VtGK 10 % (auf HK) 11.200 × 0,10 1.120,00 €
= SK 14.000,00 €
+ Gewinn 12 % (auf SK) 14.000 × 0,12 1.680,00 €
= BVP 15.680,00 €
= ZVP ÷ 0,98 (2 % Skonto) 16.000,00 €
= LVP = Netto ÷ 0,80 (20 % Rabatt) 20.000,00 €
+ USt 19 % 20.000 × 0,19 3.800,00 €
= Bruttoangebotspreis 23.800,00 €

Ergebnis: Der Bruttoangebotspreis beträgt 23.800,00 €. Rechenprobe (rückwärts): 23.800,00 € ÷ 1,19 = 20.000,00 € (Netto) → × 0,80 = 16.000,00 € (ZVP) → × 0,98 = 15.680,00 € (BVP) → ÷ 1,12 = 14.000,00 € (SK). Alle vier Rückschritte treffen die Vorwärtswerte exakt — die Kalkulation geht auf.


Divisionskalkulation: Apfelsaft-Kelterei mit Schwund und Bestandsaufbau — Zusatzübung

Aufgabe #226 · Divisionskalkulation: Apfelsaft-Kelterei mit Schwund und Bestandsaufbau — ZusatzübungDie Rheinhessen-Kelterei GmbH stellt naturtrüben Apfelsaft in einem durchlaufenden Prozess her (mehrstufige Divisionskalkulation, Kosten werden von Stufe zu Stufe fortgeschrieben). Stufe 1 Pressen: 24.000,00 € Kosten, 20.000 Liter Input. Stufe 2 Erhitzen & Lagern: Stufenkosten 8.400,00 €, dabei 10 % Schwund (Verdunstung/Trub). Stufe 3 Abfüllen: Stufenkosten 9.000,00 €, kein Schwund. Stufe 4 Vertrieb: Vertriebskosten 3.000,00 €, verkauft werden 15.000 Liter. Ermittle a) die Kosten je Liter je Stufe, b) die Selbstkosten je 1-Liter-Flasche, c) die mengen- und wertmäßige Bestandsveränderung der fertigen Erzeugnisse.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Stufe 1 — Pressen. Kosten ÷ Menge dieser Stufe: 24.000,00 € ÷ 20.000 L = 1,20 €/L. Kumulierte Kosten bisher: 24.000,00 €.
  2. Stufe 2 — Erhitzen & Lagern (Schwund 10 %). Schwund senkt die durchlaufende Menge: Output = 20.000 L × (1 − 0,10) = 18.000 L. Kumulierte Kosten = 24.000,00 € + 8.400,00 € = 32.400,00 €. Kosten je Liter = 32.400,00 € ÷ 18.000 L = 1,80 €/L. (Wichtig: durch die eigene Durchlaufmenge 18.000 teilen, nicht durch die 20.000 vom Pressen — der Schwund treibt die Stückkosten hoch, ist aber keine eigene Kostenposition.)
  3. Stufe 3 — Abfüllen (kein Schwund). Output bleibt 18.000 L. Kumulierte Kosten = 32.400,00 € + 9.000,00 € = 41.400,00 €. Kosten je Liter = 41.400,00 € ÷ 18.000 L = 2,30 €/L. Das sind die Herstellkosten (fertig abgefüllt im Lager).
  4. Stufe 4 — Vertrieb. Vertriebskosten fallen nur auf die verkaufte Menge (15.000 L) an. Kosten des verkauften Safts = 15.000 L × 2,30 €/L = 34.500,00 €; zuzüglich Vertrieb 3.000,00 € = 37.500,00 €. Selbstkosten je Liter = 37.500,00 € ÷ 15.000 L = 2,50 €/L.
  5. b) Selbstkosten je 1-Liter-Flasche = 2,50 €/L × 1,0 L = 2,50 €/Flasche.
  6. c) Bestandsveränderung fertige Erzeugnisse. Abgefüllt (fertig) = 18.000 L, verkauft = 15.000 L → Bestandszugang = +3.000 L. Bewertung zu Herstellkosten (Stufe 3, ohne Vertrieb): 3.000 L × 2,30 €/L = +6.900,00 €.
Stufe kumulierte Kosten Menge €/L
1 Pressen 24.000,00 € 20.000 L 1,20
2 Erhitzen & Lagern 32.400,00 € 18.000 L 1,80
3 Abfüllen (= HK) 41.400,00 € 18.000 L 2,30
4 Vertrieb (= SK) 37.500,00 € 15.000 L 2,50

Ergebnis: Stückkosten je Stufe 1,20 / 1,80 / 2,30 / 2,50 €/L; Selbstkosten je Flasche 2,50 €; Bestandsaufbau fertige Erzeugnisse +3.000 L bzw. +6.900,00 €. Rechenprobe (Kostenerhaltung): Insgesamt angefallene Kosten = 24.000 + 8.400 + 9.000 + 3.000 = 44.400,00 €. Verrechnet auf: verkaufte Menge (Selbstkosten) 15.000 L × 2,50 € = 37.500,00 € + Bestand 6.900,00 € = 44.400,00 € ✓. Es geht kein Euro verloren, der Schwund ist ohne eigene Position sauber in den Stückkosten aufgegangen.


Äquivalenzziffern-Kalkulation: Kaffeerösterei mit vier Sorten — Zusatzübung

Aufgabe #227 · Äquivalenzziffern-Kalkulation: Kaffeerösterei mit vier Sorten — ZusatzübungDie Bingen Kaffeemanufaktur GmbH röstet vier Sorten aus demselben Prozess (Sortenfertigung). Die Gesamtkosten der Periode betragen 480.000,00 €. Die Sorten unterscheiden sich nur im Ressourcenverbrauch je kg, ausgedrückt durch Äquivalenzziffern (Bezugssorte „Mild" = 1,0): Mild ÄZ 1,0 / 40.000 kg · Kräftig ÄZ 1,25 / 24.000 kg · Espresso ÄZ 1,5 / 16.000 kg · Bio-Spezial ÄZ 2,0 / 3.000 kg. Ermittle die Recheneinheiten, die Kosten je Recheneinheit, die Stückkosten (€/kg) und die Gesamtkosten je Sorte.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Recheneinheiten je Sorte (RE = Menge × ÄZ). Damit übersetzt du die real unterschiedlich „teuren" kg in eine gemeinsame Kunstwährung:
  • Mild: 40.000 kg × 1,0 = 40.000 RE
  • Kräftig: 24.000 kg × 1,25 = 30.000 RE
  • Espresso: 16.000 kg × 1,5 = 24.000 RE
  • Bio-Spezial: 3.000 kg × 2,0 = 6.000 RE
  1. Summe RE = 40.000 + 30.000 + 24.000 + 6.000 = 100.000 RE. (Nicht die reale Mengensumme 83.000 kg nehmen!)
  2. Kosten je Recheneinheit = Gesamtkosten ÷ Summe RE = 480.000,00 € ÷ 100.000 RE = 4,80 €/RE.
  3. Stückkosten je Sorte (k = kRE × ÄZ) — Rückübersetzung in echte €/kg:
  • Mild: 4,80 × 1,0 = 4,80 €/kg
  • Kräftig: 4,80 × 1,25 = 6,00 €/kg
  • Espresso: 4,80 × 1,5 = 7,20 €/kg
  • Bio-Spezial: 4,80 × 2,0 = 9,60 €/kg
  1. Gesamtkosten je Sorte (K = k × Menge):
  • Mild: 4,80 × 40.000 = 192.000,00 €
  • Kräftig: 6,00 × 24.000 = 144.000,00 €
  • Espresso: 7,20 × 16.000 = 115.200,00 €
  • Bio-Spezial: 9,60 × 3.000 = 28.800,00 €
Sorte Menge (kg) ÄZ RE k (€/kg) K gesamt (€)
Mild 40.000 1,0 40.000 4,80 192.000,00
Kräftig 24.000 1,25 30.000 6,00 144.000,00
Espresso 16.000 1,5 24.000 7,20 115.200,00
Bio-Spezial 3.000 2,0 6.000 9,60 28.800,00
Summe 83.000 100.000 480.000,00

Ergebnis: kRE = 4,80 €/RE; Stückkosten 4,80 / 6,00 / 7,20 / 9,60 €/kg; Gesamtkosten je Sorte 192.000 / 144.000 / 115.200 / 28.800 €. Rechenprobe: 192.000 + 144.000 + 115.200 + 28.800 = 480.000,00 € = vorgegebene Gesamtkosten ✓. Die Summe der aufgeteilten Sortenkosten trifft die Ausgangsgröße exakt — es wurde durch die richtige Zahl (Summe RE) geteilt.


Maschinenstundensatz: CNC-Bearbeitungszentrum (Stundensatz + Auftrags-Herstellkosten) — Zusatzübung

Aufgabe #228 · Maschinenstundensatz: CNC-Bearbeitungszentrum (Stundensatz + Auftrags-Herstellkosten) — ZusatzübungEin Metallbaubetrieb aus Rheinhessen betreibt ein CNC-Bearbeitungszentrum. Gegeben: Wiederbeschaffungswert 400.000,00 €; Nutzungsdauer 8 Jahre; kalkulatorischer Zinssatz 8 %; Anschlussleistung 25 kW; Strompreis 0,20 €/kWh; Maschinenlaufzeit 2.500 Std./Jahr; Instandhaltung 8.000,00 €/Jahr; belegte Fläche 50 m² zu 15,00 €/m² und Monat; Werkzeugkosten 4.500,00 €/Jahr. a) Ermittle den Maschinenstundensatz. b) Für einen Auftrag mit MEK 400,00 € (MGK 25 %), Restfertigungslohn 240,00 € (Rest-FGK 120 %) und 3 Std. Bearbeitung + 1 Std. Rüsten an der Maschine: ermittle die Herstellkosten des Auftrags.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Kalkulatorische Abschreibung/Jahr = WBW ÷ ND = 400.000,00 € ÷ 8 = 50.000,00 €.
  2. Kalkulatorische Zinsen/Jahr = (WBW ÷ 2) × i. Im Durchschnitt ist nur der halbe Wert gebunden: (400.000,00 € ÷ 2) × 0,08 = 200.000,00 € × 0,08 = 16.000,00 €.
  3. Energiekosten/Jahr = P × Laufzeit × Strompreis = 25 kW × 2.500 Std. × 0,20 €/kWh = 12.500,00 €.
  4. Instandhaltung/Jahr (gegeben) = 8.000,00 €.
  5. Raumkosten/Jahr = Fläche × Miete/Monat × 12 (× 12 nicht vergessen!) = 50 m² × 15,00 € × 12 = 9.000,00 €.
  6. Werkzeugkosten/Jahr (gegeben) = 4.500,00 €.
  7. Maschinenabhängige Kosten/Jahr = 50.000 + 16.000 + 12.500 + 8.000 + 9.000 + 4.500 = 100.000,00 €.
  8. Maschinenstundensatz = Jahreskosten ÷ Jahres-Laufzeit = 100.000,00 € ÷ 2.500 Std. = 40,00 €/Std. (Im Nenner steht die Jahres-Laufzeit, nicht die Auftragszeit.)
  9. b) Maschinenkosten des Auftrags = Maschinenstundensatz × Auftragszeit. Auftragszeit = 3 Std. + 1 Std. = 4 Std. → 4 Std. × 40,00 €/Std. = 160,00 €.
  10. Rest-Fertigungsgemeinkosten = Restfertigungslohn × Rest-FGK-Satznur auf den Lohn, nie auf die Maschinenkosten (die sind über den Stundensatz schon voll erfasst): 240,00 € × 1,20 = 288,00 €.
  11. Fertigungskosten des Auftrags = Restfertigungslohn + Rest-FGK + Maschinenkosten = 240,00 € + 288,00 € + 160,00 € = 688,00 €.
  12. Materialkosten des Auftrags = MEK + MGK = 400,00 € + (400,00 € × 0,25 = 100,00 €) = 500,00 €.
  13. Herstellkosten des Auftrags = Materialkosten + Fertigungskosten = 500,00 € + 688,00 € = 1.188,00 €.
Position Rechnung Betrag
Kalk. Abschreibung/Jahr 400.000 ÷ 8 50.000,00 €
Kalk. Zinsen/Jahr 200.000 × 0,08 16.000,00 €
Energie/Jahr 25 × 2.500 × 0,20 12.500,00 €
Instandhaltung/Jahr gegeben 8.000,00 €
Raumkosten/Jahr 50 × 15 × 12 9.000,00 €
Werkzeug/Jahr gegeben 4.500,00 €
= Maschinenkosten/Jahr 100.000,00 €
= Maschinenstundensatz 100.000 ÷ 2.500 40,00 €/Std.

Ergebnis: Der Maschinenstundensatz beträgt 40,00 €/Std.; die Herstellkosten des Auftrags betragen 1.188,00 €. Rechenprobe: Stundensatz rückwärts: 40,00 €/Std. × 2.500 Std. = 100.000,00 € = Summe der Jahreskosten ✓. Auftrag rückwärts (Bausteine einzeln zusammengezählt): 400 + 100 + 240 + 288 + 160 = 1.188,00 € ✓. Der Rest-FGK-Zuschlag (288 €) läuft ausschließlich auf den Lohn — keine Doppelerfassung der Maschinenkosten.


Zuschlagskalkulation (Nachkalkulation): gleiche Kostendaten wie eine Zuschlag-Vorkalkulation, andere Frage — Zusatzübung

Aufgabe #229 · Zuschlagskalkulation (Nachkalkulation): gleiche Kostendaten wie eine Zuschlag-Vorkalkulation, andere Frage — Zusatzübung(Gleiche Kostendaten wie die Original-Vorkalkulation — aber statt des Bruttoangebotspreises wird jetzt eine Nachkalkulation gefragt.) folgende Kostendaten: MEK 650,00 €; MGK 125 %; FEK 2.200,00 €; FGK 653 %; SEK-F 1.243,95 €; VwGK 14 %; VtGK 12 %. Andere Frage — Nachkalkulation: Der Auftrag wurde ausgeführt, der Privatkunde hat einen Rechnungsbetrag von 29.750,00 € brutto (19 % USt) überwiesen. Zusätzlich fielen 1.200,00 € nicht berechnete Kulanz-Reisekosten (SEK-V) an. Liegt ein Gewinn oder Verlust vor, und wie hoch ist die Umsatzrendite?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Warum entfallen Gewinn/Skonto/Rabatt aus der Vorkalkulation? In einer Nachkalkulation steht der tatsächlich gezahlte Betrag bereits fest — die Preisaufschläge (Gewinnzuschlag, Skonto, Rabatt) aus der Vorkalkulation brauchst du nicht. Du baust nur die Selbstkosten auf und vergleichst sie mit dem Netto-Erlös.
  2. Materialkosten: MGK = 650,00 € × 1,25 = 812,50 € → MK = 650,00 € + 812,50 € = 1.462,50 €.
  3. Fertigungskosten: FGK = 2.200,00 € × 6,53 = 14.366,00 €; SEK-F 1.243,95 € nur addieren → FK = 2.200,00 € + 14.366,00 € + 1.243,95 € = 17.809,95 €.
  4. Herstellkosten = MK + FK = 1.462,50 € + 17.809,95 € = 19.272,45 €.
  5. VwGK und VtGK (beide auf HK): VwGK = 19.272,45 € × 0,14 = 2.698,14 €; VtGK = 19.272,45 € × 0,12 = 2.312,69 €.
  6. SEK-V (Kulanz-Reisekosten): Nicht abgerechnete Kulanzkosten sind Kosten (mindern den Gewinn), aber kein Erlös — als SEK-V direkt vor die Selbstkosten: 1.200,00 €.
  7. Selbstkosten (SK) = HK + VwGK + VtGK + SEK-V = 19.272,45 € + 2.698,14 € + 2.312,69 € + 1.200,00 € = 25.483,28 €.
  8. Netto-Erlös aus dem Rechnungsbetrag (Privatkunde → brutto, USt herausrechnen): 29.750,00 € ÷ 1,19 = 25.000,00 €.
  9. Gewinn/Verlust = Netto-Erlös − Selbstkosten = 25.000,00 € − 25.483,28 € = −483,28 €Verlust.
  10. Umsatzrendite = Gewinn ÷ Netto-Erlös = −483,28 € ÷ 25.000,00 € = −1,93 %.

Ergebnis: Es liegt ein Verlust von 483,28 € vor, die Umsatzrendite beträgt −1,93 % — der Auftrag hat trotz auskömmlicher Kalkulation Geld gekostet, wesentlich getrieben durch die 1.200,00 € Kulanz-Reisekosten (ohne sie: +716,72 € Gewinn ≈ +2,87 %). Rechenprobe: Netto-Erlös rückwärts: 25.000,00 € × 1,19 = 29.750,00 € = überwiesener Bruttobetrag ✓. Selbstkosten-Bausteine einzeln: 1.462,50 + 17.809,95 + 2.698,14 + 2.312,69 + 1.200,00 = 25.483,28 € ✓ (die HK von 19.272,45 € decken sich mit der der Original-Zuschlag-Vorkalkulation).


Äquivalenzziffern-Kalkulation: gleiche Daten wie die Dachziegel-Äquivalenzziffern-Aufgabe, andere Frage — Zusatzübung

Aufgabe #230 · Äquivalenzziffern-Kalkulation: gleiche Daten wie die Dachziegel-Äquivalenzziffern-Aufgabe, andere Frage — Zusatzübung(Gleiche gegebene Daten wie die Original-Dachziegel-Äquivalenzziffernaufgabe — aber statt der Stück-/Gesamtkosten wird jetzt nach Preisen und Gesamtgewinn gefragt.) folgende Daten: drei Dachziegelsorten im Kostenverhältnis 1 : 1,4 : 1,8 (ÄZ I 1,0 / II 1,4 / III 1,8); Mengen I 30.000 St., II 15.000 St., III 20.000 St.; Gesamtkosten 104.400,00 €. Aus der Kalkulation sind die Stückkosten bekannt: I 1,20 €/St., II 1,68 €/St., III 2,16 €/St. Andere Frage: Sorte I wird zum Selbstkostenpreis abgegeben, Sorte II mit 25 % und Sorte III mit 50 % Gewinnaufschlag auf die Stückkosten verkauft. Welche Netto-Verkaufspreise je Stück ergeben sich, und wie hoch ist der geplante Gesamtgewinn über alle drei Sorten?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Kurz die Stückkosten bestätigen (Basis). Summe RE = 30.000×1,0 + 15.000×1,4 + 20.000×1,8 = 30.000 + 21.000 + 36.000 = 87.000 RE; kRE = 104.400,00 € ÷ 87.000 = 1,20 €/RE; Stückkosten = kRE × ÄZ → I 1,20 €, II 1,68 €, III 2,16 €/St. (deckt sich mit der Vorgabe).
  2. Verkaufspreis Sorte I (kein Aufschlag): 1,20 €/St. → Gewinn je Stück = 0,00 €.
  3. Verkaufspreis Sorte II (+25 % auf die Stückkosten): 1,68 €/St. × 1,25 = 2,10 €/St.; Gewinn je Stück = 2,10 − 1,68 = 0,42 €.
  4. Verkaufspreis Sorte III (+50 % auf die Stückkosten): 2,16 €/St. × 1,50 = 3,24 €/St.; Gewinn je Stück = 3,24 − 2,16 = 1,08 €.
  5. Gesamtgewinn je Sorte = Gewinn je Stück × Menge:
  • Sorte I: 0,00 € × 30.000 = 0,00 €
  • Sorte II: 0,42 € × 15.000 = 6.300,00 €
  • Sorte III: 1,08 € × 20.000 = 21.600,00 €
  1. Geplanter Gesamtgewinn = 0,00 € + 6.300,00 € + 21.600,00 € = 27.900,00 €.
Sorte Menge Stückkosten Aufschlag Verkaufspreis Gewinn/St. Gewinn gesamt
I 30.000 1,20 € 0 % 1,20 € 0,00 € 0,00 €
II 15.000 1,68 € 25 % 2,10 € 0,42 € 6.300,00 €
III 20.000 2,16 € 50 % 3,24 € 1,08 € 21.600,00 €
Summe 65.000 27.900,00 €

Ergebnis: Netto-Verkaufspreise I 1,20 € / II 2,10 € / III 3,24 € je Stück; geplanter Gesamtgewinn 27.900,00 €. Rechenprobe: Gesamtumsatz = 1,20×30.000 + 2,10×15.000 + 3,24×20.000 = 36.000 + 31.500 + 64.800 = 132.300,00 €. Umsatz − Gesamtkosten = 132.300,00 € − 104.400,00 € = 27.900,00 € ✓ — identisch zur Summe der Sortengewinne.



BAB im Stufenleiterverfahren — Metallwaren Rheinhessen: von den primären Gemeinkosten zu den Zuschlagssätzen — Zusatzübung

Aufgabe #231 · BAB im Stufenleiterverfahren — Metallwaren Rheinhessen: von den primären Gemeinkosten zu den Zuschlagssätzen — ZusatzübungDie Metallwaren Rheinhessen GmbH rechnet ihre Gemeinkosten über einen Betriebsabrechnungsbogen ab. Es gibt zwei Vorkostenstellen (Allgemeine KSt. und Fertigungshilfe) und fünf Endkostenstellen (Material, Fertigung A, Fertigung B, Verwaltung, Vertrieb). Die primären Gemeinkosten je Stelle sind:
Kostenstelle Allgemeine Fertigungshilfe Material Fertigung A Fertigung B Verwaltung Vertrieb
Primäre GK (€) 20.000 30.000 40.000 60.000 50.000 25.000 15.000

Die Allgemeine KSt. wird zuerst umgelegt, im Schlüssel Fertigungshilfe : Material : Fertigung A : Fertigung B : Verwaltung : Vertrieb = 2 : 3 : 4 : 3 : 5 : 3. Danach wird die Fertigungshilfe nur auf Fertigung A : Fertigung B = 5 : 3 umgelegt.

Weitere Angaben (Bezugsgrößen): Materialeinzelkosten (MEK) 172.000 €, Fertigungslöhne A 70.000 €, Fertigungslöhne B 50.000 €.

Lege die Vorkostenstellen im Stufenleiterverfahren um und ermittle die Zuschlagssätze MGK, FGK A, FGK B, VwGK und VtGK.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Reihenfolge steht fest: erst die Allgemeine KSt. (sie gibt auch an die andere Hilfsstelle ab), dann die Fertigungshilfe. Die Treppe läuft nur nach unten — eine abgerechnete Stelle bekommt nichts zurück.

  2. Umlage Allgemeine KSt. (20.000 €). Schlüssel 2 : 3 : 4 : 3 : 5 : 3 → Teilesumme = 2+3+4+3+5+3 = 20 Teile. Wert je Teil = 20.000 ÷ 20 = 1.000 €/Teil.

Empfänger Anteil Umlage
Fertigungshilfe 2 2.000 €
Material 3 3.000 €
Fertigung A 4 4.000 €
Fertigung B 3 3.000 €
Verwaltung 5 5.000 €
Vertrieb 3 3.000 €
Summe 20 20.000 € ✓
  1. Neue Spaltensumme Fertigungshilfe = eigene primäre GK 30.000 € + erhaltene Umlage 2.000 € = 32.000 €.

  2. Umlage Fertigungshilfe (32.000 €) nur auf Fertigung A : Fertigung B = 5 : 3 → Teilesumme = 8. Wert je Teil = 32.000 ÷ 8 = 4.000 €/Teil.

Empfänger Anteil Umlage
Fertigung A 5 20.000 €
Fertigung B 3 12.000 €
Summe 8 32.000 € ✓
  1. Endgültige Gemeinkosten je Endkostenstelle (primär + alle erhaltenen Umlagen):
Endstelle primär + Allgemeine + Fert.hilfe = End-GK
Material 40.000 3.000 43.000 €
Fertigung A 60.000 4.000 20.000 84.000 €
Fertigung B 50.000 3.000 12.000 65.000 €
Verwaltung 25.000 5.000 30.000 €
Vertrieb 15.000 3.000 18.000 €
  1. Herstellkosten-Basis für Verwaltung/Vertrieb = MEK + MGK + FL A + FGK A + FL B + FGK B = 172.000 + 43.000 + 70.000 + 84.000 + 50.000 + 65.000 = 484.000 €.

  2. Zuschlagssätze bilden (jeweils End-GK der Stelle ÷ ihre Bezugsbasis):

  • MGK = 43.000 ÷ 172.000 = 25,00 %
  • FGK A = 84.000 ÷ 70.000 = 120,00 %
  • FGK B = 65.000 ÷ 50.000 = 130,00 %
  • VwGK = 30.000 ÷ 484.000 = 6,20 %
  • VtGK = 18.000 ÷ 484.000 = 3,72 %

Ergebnis: MGK 25,00 % · FGK A 120,00 % · FGK B 130,00 % · VwGK 6,20 % · VtGK 3,72 % (Herstellkosten-Basis 484.000 €).

Rechenprobe: Summe der End-Gemeinkosten auf allen Endstellen = 43.000 + 84.000 + 65.000 + 30.000 + 18.000 = 240.000 €. Summe aller primären Gemeinkosten = 20.000 + 30.000 + 40.000 + 60.000 + 50.000 + 25.000 + 15.000 = 240.000 €. Beide Summen sind gleich → durch die Umlage wurde nichts erzeugt oder vernichtet, die Treppe ist sauber durchgelaufen. ✓


Deckungsbeitrag mit Engpass — Gartenmöbel-Fertigung: optimales Produktionsprogramm bei knapper Maschinenzeit — Zusatzübung

Aufgabe #232 · Deckungsbeitrag mit Engpass — Gartenmöbel-Fertigung: optimales Produktionsprogramm bei knapper Maschinenzeit — ZusatzübungDie Gartenmöbel Rheinhessen GmbH stellt drei Produkte auf einer Fräsmaschine her. In der kommenden Periode stehen nur 30.000 Maschinenminuten zur Verfügung — zu wenig, um die volle Nachfrage aller drei Produkte zu decken. Gegeben:
Größe Produkt A Produkt B Produkt C
Verkaufspreis p (€/Stück) 80 120 60
variable Stückkosten kv (€/Stück) 50 84 39
Maschinenzeit (min/Stück) 6 9 3
max. Absatzmenge (Stück) 2.000 1.500 3.000

Die Fixkosten der Periode betragen 120.000 €.

Ermittle a) die Rangfolge für das optimale Produktionsprogramm, b) das mengenmäßige Programm und c) das Betriebsergebnis. Zeige mit einer Gegenprobe, dass eine Reihung nach dem absoluten Stück-Deckungsbeitrag schlechter abschneidet.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Stück-Deckungsbeitrag db = p − kv:
  • A: 80 − 50 = 30,00 €/Stück
  • B: 120 − 84 = 36,00 €/Stück
  • C: 60 − 39 = 21,00 €/Stück

Nach dem absoluten db allein wäre die Reihenfolge B > A > C — aber knapp ist nicht das Stück, sondern die Maschinenminute.

  1. Relativer DB = db ÷ Maschinenzeit je Stück (Deckungsbeitrag je knapper Minute):
  • A: 30 ÷ 6 = 5,00 €/min
  • B: 36 ÷ 9 = 4,00 €/min
  • C: 21 ÷ 3 = 7,00 €/min
  1. Rangfolge nach relativem DB: C (7,00) → A (5,00) → B (4,00). Bemerkenswert: C hat den niedrigsten absoluten db (21 €), aber den höchsten Deckungsbeitrag je knapper Minute — es kommt zuerst dran.

  2. Kapazität nach Rang auffüllen (30.000 min):

  • C zuerst: 3.000 Stück × 3 min = 9.000 min → alle 3.000 C. Rest: 30.000 − 9.000 = 21.000 min.
  • A als Nächstes: 2.000 Stück × 6 min = 12.000 min → alle 2.000 A. Rest: 21.000 − 12.000 = 9.000 min.
  • B zuletzt (Grenzprodukt): 9.000 min ÷ 9 min/Stück = 1.000 Stück B (von 1.500 möglichen). Die Kapazität ist damit voll ausgeschöpft.
  1. Deckungsbeiträge des Programms:
  • C: 3.000 × 21 = 63.000 €
  • A: 2.000 × 30 = 60.000 €
  • B: 1.000 × 36 = 36.000 €
  • Σ Deckungsbeitrag = 159.000 €
  1. Betriebsergebnis = Σ DBFixkosten = 159.000 − 120.000 = 39.000 €.

Ergebnis: Optimales Programm C 3.000 · A 2.000 · B 1.000 Stück; Betriebsergebnis = 39.000 €.

Rechenprobe: (1) Verbrauchte Maschinenzeit = 3.000×3 + 2.000×6 + 1.000×9 = 9.000 + 12.000 + 9.000 = 30.000 min = exakt die verfügbare Kapazität. ✓ (2) Gegenprobe mit dem falschen Kriterium (Reihung nach absolutem db: B → A → C): B voll 1.500×9 = 13.500 min; A voll 2.000×6 = 12.000 min; Rest 30.000 − 25.500 = 4.500 min → C nur 1.500 Stück. DB = 1.500×36 + 2.000×30 + 1.500×21 = 54.000 + 60.000 + 31.500 = 145.500 € — das sind 13.500 € weniger als die 159.000 € des richtigen Programms. Der relative DB gewinnt nachweisbar. ✓


Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung — Sanitär-Hersteller mit zwei Sparten: DB I / II / III bis zum Betriebsergebnis — Zusatzübung

Aufgabe #233 · Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung — Sanitär-Hersteller mit zwei Sparten: DB I / II / III bis zum Betriebsergebnis — ZusatzübungDie WohnWert GmbH fertigt in zwei Sparten. Die Sparte Bad umfasst die Produkte B1 und B2, die Sparte Küche nur das Produkt K1. Gegeben sind je Produkt Erlöse, variable Kosten und die nur dem Produkt zurechenbaren Erzeugnisfixkosten:
Größe B1 B2 K1
Erlöse (€) 400.000 300.000 500.000
variable Kosten (€) 250.000 210.000 320.000
Erzeugnisfixkosten (€) 60.000 40.000 70.000

Die Erzeugnisgruppenfixkosten der Sparte Bad betragen 50.000 €, die Unternehmensfixkosten 80.000 €.

Ermittle stufenweise DB I, DB II je Produkt, DB III je Gruppe und das Betriebsergebnis. Begründe, warum die Erzeugnisgruppenfixkosten von K1 null sind, und gib die Rangfolge nach DB II an.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. DB I = Erlöse − variable Kosten (was nach den variablen Kosten übrig bleibt):
  • B1: 400.000 − 250.000 = 150.000 €
  • B2: 300.000 − 210.000 = 90.000 €
  • K1: 500.000 − 320.000 = 180.000 €
  1. DB II = DB I − Erzeugnisfixkosten (Beitrag nach den eigenen Fixkosten des Produkts):
  • B1: 150.000 − 60.000 = 90.000 €
  • B2: 90.000 − 40.000 = 50.000 €
  • K1: 180.000 − 70.000 = 110.000 €
  1. DB III je Gruppe = Σ DB II der Gruppe − Erzeugnisgruppenfixkosten:
  • Sparte Bad {B1, B2}: Σ DB II = 90.000 + 50.000 = 140.000 €; − Gruppenfix 50.000 = DB III = 90.000 €.
  • Sparte Küche {K1}: K1 ist alleiniges Produkt seiner Gruppe → Gruppenfixkosten = 0 € (Kosten, die „die Gruppe" beträfen, treffen automatisch nur K1 und sind damit bereits Erzeugnisfixkosten). DB III = 110.000 − 0 = 110.000 €.
  1. Betriebsergebnis = Σ DB III − Unternehmensfixkosten = (90.000 + 110.000) − 80.000 = 200.000 − 80.000 = 120.000 €.

  2. Rangfolge nach DB II: K1 (110.000) → B1 (90.000) → B2 (50.000).

Ergebnis: DB III Bad 90.000 € · DB III Küche 110.000 € · Betriebsergebnis = 120.000 €; Rangfolge nach DB II: K1 → B1 → B2; Gruppenfix von K1 = 0 €.

Rechenprobe: Σ DB I = 150.000 + 90.000 + 180.000 = 420.000 €. Summe aller Fixkostenschichten = Erzeugnisfix (60.000 + 40.000 + 70.000 = 170.000) + Gruppenfix (50.000) + Unternehmensfix (80.000) = 300.000 €. Σ DB I − Σ Fixkosten = 420.000 − 300.000 = 120.000 € = Betriebsergebnis. Gegenkontrolle über Erlöse − Selbstkosten: Erlöse 1.200.000 − Selbstkosten (variable 780.000 + fix 300.000 = 1.080.000) = 120.000 €. ✓


Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung — Produktelimination: darf das „defizitäre" Produkt P3 gestrichen werden? — Zusatzübung

Aufgabe #234 · Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung — Produktelimination: darf das „defizitäre" Produkt P3 gestrichen werden? — ZusatzübungDie Elektrotechnik Nahetal GmbH fertigt drei Produkte in einer Produktgruppe. Gegeben:
Größe P1 P2 P3
Erlöse (€) 600.000 450.000 200.000
variable Kosten (€) 360.000 300.000 170.000
Erzeugnisfixkosten (€) 80.000 50.000 20.000

Die Erzeugnisgruppenfixkosten betragen 40.000 €, die Unternehmensfixkosten 90.000 €.

Der Vertrieb schlüsselt Gruppen- und Unternehmensfixkosten (zusammen 130.000 €) nach Erlösanteil auf die Produkte und stellt fest, dass P3 danach „rote Zahlen" schreibt. Man überlegt, P3 zu streichen.

a) Ermittle DB I, DB II je Produkt und das Betriebsergebnis. b) Prüfe rechnerisch, ob die Elimination von P3 das Betriebsergebnis verbessert (die Erzeugnisfixkosten von P3 seien kurzfristig vollständig abbaubar).

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. DB I = Erlöse − variable Kosten:
  • P1: 600.000 − 360.000 = 240.000 €
  • P2: 450.000 − 300.000 = 150.000 €
  • P3: 200.000 − 170.000 = 30.000 €
  1. DB II = DB I − Erzeugnisfixkosten:
  • P1: 240.000 − 80.000 = 160.000 €
  • P2: 150.000 − 50.000 = 100.000 €
  • P3: 30.000 − 20.000 = 10.000 € (positiv, wenn auch klein!)
  1. Betriebsergebnis (alle drei Produkte): Σ DB II = 160.000 + 100.000 + 10.000 = 270.000 €; − Gruppenfix 40.000 → DB III = 230.000 €; − Unternehmensfix 90.000 → Betriebsergebnis = 140.000 €.

  2. Die Vollkosten-Falle bei P3 durchschauen: Erlösanteil P3 = 200.000 ÷ 1.250.000 = 16 %. Geschlüsselte Gruppen-/Unternehmensfixkosten = 130.000 × 0,16 = 20.800 €. „Vollkosten-Ergebnis" P3 = DB II 10.000 − 20.800 = −10.800 € → sieht defizitär aus. Aber: Diese 20.800 € sind nur geschlüsselt — sie fallen auch ohne P3 weiter an.

  3. Elimination korrekt rechnen. Maßgebliche Stufe ist DB II (Erzeugnisfix abbaubar). Regel: neues Betriebsergebnis = altes Betriebsergebnis − wegfallender DB II. = 140.000 − 10.000 = 130.000 € → das Ergebnis verschlechtert sich um 10.000 €.

Ergebnis: P3 darf NICHT gestrichen werden. Es trägt mit einem positiven DB II von 10.000 € zur Deckung der Gruppen- und Unternehmensfixkosten bei. Nach Streichung sinkt das Betriebsergebnis von 140.000 € auf 130.000 €.

Rechenprobe: Programm ohne P3 von Grund auf neu durchrechnen: Es bleiben P1 und P2. Σ DB II = 160.000 + 100.000 = 260.000 €. Die Gruppenfix (40.000 €) und Unternehmensfix (90.000 €) bleiben und lasten jetzt allein auf P1 und P2: 260.000 − 40.000 − 90.000 = 130.000 €. Deckt sich exakt mit „140.000 − 10.000 = 130.000 €". ✓ Wer stattdessen P3 auf Vollkostenbasis rechnet und meint, mit dem „Verlust" von 10.800 € falle die ganze Kostenlast weg, liegt um 20.800 € daneben.


BAB-Zuschlagssätze anwenden — Angebotspreis eines Kundenauftrags kalkulieren — Zusatzübung

(gleiches Setting wie eine BAB-/Anbauverfahren-Aufgabe, andere Frage)

Aufgabe #235 · BAB-Zuschlagssätze anwenden — Angebotspreis eines Kundenauftrags kalkulieren — ZusatzübungIn der Anbauverfahren-Aufgabe (verfahren-uebungspool) wurden aus dem BAB folgende Zuschlagssätze ermittelt: MGK 25,00 % · FGK 175,00 % · Verwaltungs-/Vertriebs-GK (VwVt-GK) 7,50 % (bezogen auf die Herstellkosten). Das Original fragte nach der Herleitung dieser Sätze.

Jetzt die andere Frage: Für den Kundenauftrag Nr. 4712 fallen Fertigungsmaterial (MEK) 800,00 € und Fertigungslöhne (FEK) 400,00 € an. Kalkuliere mit den obigen Zuschlagssätzen die Selbstkosten und den Netto-Angebotspreis bei einem Gewinnzuschlag von 10 %.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Materialkosten = Fertigungsmaterial + Materialgemeinkosten (MGK 25 % auf das Fertigungsmaterial):
  • MEK = 800,00 €
    • MGK = 25 % × 800 = 200,00 €
  • = Materialkosten = 1.000,00 €
  1. Fertigungskosten = Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten (FGK 175 % auf die Fertigungslöhne):
  • FEK = 400,00 €
    • FGK = 175 % × 400 = 700,00 €
  • = Fertigungskosten = 1.100,00 €
  1. Herstellkosten (HK) = Materialkosten + Fertigungskosten = 1.000,00 + 1.100,00 = 2.100,00 €.

  2. Verwaltungs-/Vertriebsgemeinkosten = 7,5 % auf die Herstellkosten (nicht auf die Material-EK!):

  • VwVt-GK = 7,5 % × 2.100,00 = 157,50 €
  1. Selbstkosten = HK + VwVt-GK = 2.100,00 + 157,50 = 2.257,50 €.

  2. Gewinnzuschlag = 10 % × 2.257,50 = 225,75 €. Netto-Angebotspreis = Selbstkosten + Gewinn = 2.257,50 + 225,75 = 2.483,25 €.

Ergebnis: Selbstkosten = 2.257,50 € · Netto-Angebotspreis = 2.483,25 €.

Rechenprobe: Rückwärts durch die Kalkulation: 2.483,25 ÷ 1,10 = 2.257,50 € = Selbstkosten ✓. Selbstkosten − VwVt-GK = 2.257,50 − 157,50 = 2.100,00 € = Herstellkosten ✓. HKFertigungskosten = 2.100,00 − 1.100,00 = 1.000,00 € = Materialkosten ✓. Alle Stufen schließen auf. (Typische Falle vermieden: VwVt-GK wurde auf die Herstellkosten, nicht auf die Material-EK bezogen.)


Deckungsbeitrag & Preisuntergrenze — lohnt sich der Zusatzauftrag für Produkt 2? — Zusatzübung

(gleiches Zahlen-Setting wie die Drei-Produkte-Deckungsbeitragsaufgabe, andere Frage)

Aufgabe #236 · Deckungsbeitrag & Preisuntergrenze — lohnt sich der Zusatzauftrag für Produkt 2? — ZusatzübungEs gelten die Daten der Drei-Produkte-Aufgabe. Das Original fragte nach der Rangfolge / dem Produktionsprogramm; das Betriebsergebnis des vollen Programms beträgt dort 184.000 €.
Produkt 1 2 3
Erlöse (€) 700.000 608.000 2.200.000
Stückzahl 2.500 1.600 800
Selbstkosten (€) 644.500 503.500 2.176.000
variable Kosten (€) 450.000 384.000 2.040.000

Jetzt die andere Frage: a) Ermittle je Produkt die kurzfristige Preisuntergrenze (und zum Vergleich die langfristige). b) Ein Kunde bietet einen Zusatzauftrag über 300 Stück von Produkt 2 zu 220,00 €/Stück bei sonst freien Kapazitäten (kein Engpass). Soll der Auftrag angenommen werden?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Variable Stückkosten kv = variable Kosten ÷ Stückzahl:
  • P1: 450.000 ÷ 2.500 = 180,00 €/Stück
  • P2: 384.000 ÷ 1.600 = 240,00 €/Stück
  • P3: 2.040.000 ÷ 800 = 2.550,00 €/Stück
  1. Kurzfristige Preisuntergrenze (kPUG) = variable Stückkosten. Bei diesem Preis ist der Deckungsbeitrag genau null (db = 0); jeder Cent darüber trägt zur Fixkostendeckung bei. Also: kPUG(P1) = 180 €, kPUG(P2) = 240 €, kPUG(P3) = 2.550 €.

  2. Langfristige Preisuntergrenze (lPUG) = Selbstkosten je Stück (auf Dauer müssen auch die Fixkosten hereinkommen):

  • P1: 644.500 ÷ 2.500 = 257,80 €
  • P2: 503.500 ÷ 1.600 = 314,69 €
  • P3: 2.176.000 ÷ 800 = 2.720,00 €
  1. Zusatzauftrag P2 bewerten (freie Kapazität → nur der Deckungsbeitrag zählt): Angebotspreis 220,00 €/Stück gegen kv(P2) = 240,00 €/Stück.
  • Stück-DB des Zusatzauftrags = 220,00 − 240,00 = −20,00 €/Stück → negativ.
  • Der Preis liegt unter der kurzfristigen Preisuntergrenze von 240 € (und erst recht unter der lPUG von 314,69 €).
  1. Entscheidung: Zusatzauftrag ablehnen. Jedes zusätzlich gefertigte Stück würde 20 € Verlust bringen, weil nicht einmal die variablen Kosten gedeckt sind. Damit der Auftrag lohnend wäre, müsste der Preis mindestens 240,00 €/Stück (kurzfristige Preisuntergrenze) betragen.

Ergebnis: kurzfristige Preisuntergrenzen 180 / 240 / 2.550 €/Stück; der Zusatzauftrag (220 €/Stück) wird abgelehnt — der Preis liegt 20 € unter der kurzfristigen Preisuntergrenze von Produkt 2.

Rechenprobe: Zusätzlicher Deckungsbeitrag des Auftrags = 300 × (−20,00) = −6.000 €. Das Betriebsergebnis fiele von 184.000 € auf 184.000 − 6.000 = 178.000 € — also schlechter. Damit bestätigt die Ergebnisrechnung die Ablehnung. ✓ (Typische Falle vermieden: Für die kurzfristige Annahmeentscheidung wurden die variablen Kosten herangezogen, nicht die vollen Selbstkosten.)



Kostenauflösung einer Lackieranlage — Zweipunktverfahren (Kostenspaltung) — Zusatzübung

Aufgabe #237 · Kostenauflösung einer Lackieranlage — Zweipunktverfahren (Kostenspaltung) — ZusatzübungDie Rheintal Metallbau GmbH betreibt eine Lackieranlage. Deren Energiekosten sind Mischkosten (Grundlast + verbrauchsabhängiger Anteil). Für vier Monate liegen die lackierten Bauteile (Menge x) und die zugehörigen Gesamt-Energiekosten K vor:
Monat Menge x [Bauteile] Gesamtkosten K [€]
Januar 2.500 16.400,00
Februar 4.000 21.200,00
März 3.200 18.640,00
April 4.800 23.760,00

a) Spalte die Mischkosten mit dem Zweipunkt-/Hoch-Tief-Verfahren (kleinste und größte Menge) in variable Stückkosten kv und Fixkosten Kf auf. b) Stelle die lineare Kostenfunktion auf. c) Prognostiziere die Energiekosten für einen geplanten Monat mit 5.500 Bauteilen und beurteile, ob es sich um Interpolation oder Extrapolation handelt.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Zwei Punkte auswählen (Hoch-Tief). Kleinste Menge = Januar (Tiefpunkt): x₁ = 2.500 Bauteile, K₁ = 16.400,00 €. Größte Menge = April (Hochpunkt): x₂ = 4.800 Bauteile, K₂ = 23.760,00 €. Zwei Punkte legen die Kostengerade eindeutig fest.
  2. Variable Stückkosten kv = Steigung. Der ganze Kostenzuwachs zwischen beiden Punkten stammt von der Mehrmenge, denn der Fixsockel bleibt gleich: kv=K2K1x2x1=23.760,0016.400,004.8002.500=7.360,002.300=3,20€/Bauteilk_v = \frac{K_2 - K_1}{x_2 - x_1} = \frac{23.760{,}00 - 16.400{,}00}{4.800 - 2.500} = \frac{7.360{,}00}{2.300} = 3{,}20\ \text{€/Bauteil}
  3. Fixkosten Kf = Achsenabschnitt. In K₁ steckt Fix + variabel; ziehst du den variablen Anteil bei 2.500 Bauteilen ab, bleibt der Sockel: Kf=K1kvx1=16.400,003,202.500=16.400,008.000,00=8.400,00K_f = K_1 - k_v \cdot x_1 = 16.400{,}00 - 3{,}20 \cdot 2.500 = 16.400{,}00 - 8.000{,}00 = 8.400{,}00\ \text{€}
  4. Kontrolle über den Hochpunkt (muss denselben Sockel liefern, weil beide Punkte auf derselben Geraden liegen): Kf = 23.760,00 − 3,20 × 4.800 = 23.760,00 − 15.360,00 = 8.400,00 € — identisch.
  5. Kostenfunktion aufstellen: K = 8.400,00 € + 3,20 €/Bauteil · x.
  6. Prognose für 5.500 Bauteile. Der beobachtete Bereich reicht von 2.500 bis 4.800 Bauteile. 5.500 liegt oberhalb des größten beobachteten Werts → Extrapolation (riskanter, weil die Gerade außerhalb des gemessenen Bereichs gelten muss — Sprungfixkosten für eine zweite Schicht, Überstundenzuschläge o. Ä. könnten sie kippen): K=8.400,00+3,205.500=8.400,00+17.600,00=26.000,00K = 8.400{,}00 + 3{,}20 \cdot 5.500 = 8.400{,}00 + 17.600{,}00 = 26.000{,}00\ \text{€}

Ergebnis: kv = 3,20 €/Bauteil, Kf = 8.400,00 €, Kostenfunktion K = 8.400,00 € + 3,20 € · x; Prognose für 5.500 Bauteile ≈ 26.000,00 € (Extrapolation, daher mit Vorsicht). Rechenprobe: Kf aus Tiefpunkt (8.400,00 €) = Kf aus Hochpunkt (8.400,00 €) ✓; Gegenprobe der Funktion an März: 8.400 + 3,20 × 3.200 = 8.400 + 10.240 = 18.640,00 € = gegebener Märzwert ✓.


Kostenprognose & Interpolation — Kostenauflösung (gleiche Perioden-Daten wie eine Vier-Perioden-Kostenauflösung, andere Frage) — Zusatzübung

Aufgabe #238 · Kostenprognose & Interpolation — Kostenauflösung (gleiche Perioden-Daten wie eine Vier-Perioden-Kostenauflösung, andere Frage) — Zusatzübung(gleiche Perioden-Daten wie eine Vier-Perioden-Kostenauflösung, andere Frage.) Gegeben sind dieselben vier Perioden-Mischkosten:
Periode Menge x [Stück] Gesamtkosten K [€]
1 14.300 7.902,00
2 18.500 9.708,00
3 19.750 10.245,50
4 16.250 8.750,50

Die Originalaufgabe fragte nach kv und Kf (Zweipunkt aus Periode 1 und 4). Diesmal ist die Kostenfunktion aus Periode 1 und 4 bereits gegeben — K = 1.679,67 € + 0,4351 € · x. a) Prognostiziere die Gesamtkosten für 17.500 Stück und für 22.000 Stück. b) Beurteile für beide Mengen, ob es sich um Interpolation oder Extrapolation handelt, und welche Prognose verlässlicher ist.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Beobachteten Mengenbereich ablesen. Kleinste Menge = 14.300 (P1), größte Menge = 19.750 (P3). Verlässlich ist die Gerade nur innerhalb [14.300; 19.750] (Interpolation); außerhalb ist sie Extrapolation.
  2. Mit dem ungerundeten kv rechnen. kv exakt = 848,50 ÷ 1.950 = 0,435128… €/Stück, Kf = 1.679,67 € (aus P1 und P4). Wichtig: kv wird mit großen Mengen multipliziert — erst das Endergebnis runden, sonst driftet die Prognose.
  3. Prognose 17.500 Stück. 17.500 liegt zwischen 14.300 und 19.750 → Interpolation: K=1.679,67+0,43512817.500=1.679,67+7.614,74=9.294,41K = 1.679{,}67 + 0{,}435128\ldots \cdot 17.500 = 1.679{,}67 + 7.614{,}74 = 9.294{,}41\ \text{€}
  4. Prognose 22.000 Stück. 22.000 liegt oberhalb des größten beobachteten Werts (19.750) → Extrapolation: K=1.679,67+0,43512822.000=1.679,67+9.572,82=11.252,49K = 1.679{,}67 + 0{,}435128\ldots \cdot 22.000 = 1.679{,}67 + 9.572{,}82 = 11.252{,}49\ \text{€}
  5. Beurteilung. Die 17.500-Prognose (9.294,41 €) ist verlässlich, weil sie innerhalb des gemessenen Bereichs liegt — der lineare Zusammenhang ist dort belegt. Die 22.000-Prognose (11.252,49 €) ist riskant: Bei Mengen jenseits von 19.750 könnten Sprungfixkosten (Kapazitätserweiterung, zweite Schicht), Überstundenzuschläge oder Mengenrabatte die Linearität brechen — die Gerade gilt dort vielleicht nicht mehr.

Ergebnis: K(17.500) ≈ 9.294,41 € (Interpolation, verlässlich), K(22.000) ≈ 11.252,49 € (Extrapolation, mit Vorsicht zu genießen). Rechenprobe: Kontrolle des Sockels aus P4: Kf = 8.750,50 − 0,435128… × 16.250 = 8.750,50 − 7.070,83 = 1.679,67 € = Kf aus P1 ✓ (beide Perioden liegen auf derselben Geraden, die Funktion ist korrekt).


Flexible Plankostenrechnung Dreherei — Sollkosten & Abweichungen bei Unterbeschäftigung — Zusatzübung

Aufgabe #239 · Flexible Plankostenrechnung Dreherei — Sollkosten & Abweichungen bei Unterbeschäftigung — ZusatzübungDie Kostenstelle Fertigung Dreherei der Odenwald Präzision GmbH plant auf Basis von Maschinenstunden. Gegeben:
Größe Symbol Wert
Planbeschäftigung Bp 8.000 Maschinenstunden
Istbeschäftigung Bi 6.500 Maschinenstunden
variable Plankosten (bei Bp) Kpv 96.000,00 €
fixe Plankosten Kpf 64.000,00 €
Istkosten Ki 145.000,00 €

Ermittle a) den variablen, fixen und gesamten Verrechnungssatz, b) die verrechneten Plankosten und die Sollkosten bei Ist-Beschäftigung, c) Gesamt-, Verbrauchs- und Beschäftigungsabweichung mit Angabe „günstig/ungünstig". Deute die Beschäftigungsabweichung.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Variabler Verrechnungssatz kpv = Kpv ÷ Bp = 96.000 ÷ 8.000 = 12,00 €/h.
  2. Fixer Verrechnungssatz kpf = Kpf ÷ Bp = 64.000 ÷ 8.000 = 8,00 €/h (rein rechnerischer Wert — Fixkosten fallen nicht pro Stunde an, werden aber für die verrechneten Plankosten „proportionalisiert").
  3. Gesamter Verrechnungssatz kp = kpv + kpf = 12,00 + 8,00 = 20,00 €/h.
  4. Plankosten bei Bp Kp = Kpv + Kpf = 96.000 + 64.000 = 160.000,00 € (Referenzpunkt, gilt für 8.000 h).
  5. Verrechnete Plankosten (Fix wird wie variabel auf Bi hochgerechnet): Kverr = kp · Bi = 20,00 × 6.500 = 130.000,00 €.
  6. Sollkosten (Fix bleibt voll konstant, nur der variable Teil wird an Bi angepasst — die faire Vergleichslatte): Ksoll = Kpf + kpv · Bi = 64.000 + 12,00 × 6.500 = 64.000 + 78.000 = 142.000,00 €.
  7. Gesamtabweichung = Ki − Kverr = 145.000 − 130.000 = +15.000,00 € → ungünstig.
  8. Verbrauchsabweichung = Ki − Ksoll = 145.000 − 142.000 = +3.000,00 € → ungünstig (die Kostenstelle hat gegenüber der fairen Latte tatsächlich zu viel verbraucht — das ist ihr Eigenverschulden).
  9. Beschäftigungsabweichung = Ksoll − Kverr = 142.000 − 130.000 = +12.000,00 € → ungünstig. Deutung: Bi (6.500) < Bp (8.000) → Unterbeschäftigung. Die Anlage war nicht ausgelastet, ein Teil der fixen Plankosten ist nicht verrechnet → Leerkosten. Reiner Mengeneffekt, dafür kann die Kostenstelle nichts. Gegenformel: kpf · (Bp − Bi) = 8,00 × (8.000 − 6.500) = 8,00 × 1.500 = 12.000,00 € ✓.

Ergebnis: kpv = 12,00 €/h, kpf = 8,00 €/h, kp = 20,00 €/h; Kverr = 130.000,00 €, Ksoll = 142.000,00 €; Verbrauchsabweichung +3.000,00 € (ungünstig), Beschäftigungsabweichung +12.000,00 € (ungünstig, Leerkosten), Gesamtabweichung +15.000,00 €. Rechenprobe: Verbrauchs- + Beschäftigungsabweichung = 3.000 + 12.000 = 15.000,00 € = Gesamtabweichung (Ki − Kverr) ✓.


Beschäftigungsabweichung = 0 — Flexible Plankostenrechnung (gleiche Kostenstelle wie eine flexible-Plankosten-Aufgabe, andere Frage) — Zusatzübung

Aufgabe #240 · Beschäftigungsabweichung = 0 — Flexible Plankostenrechnung (gleiche Kostenstelle wie eine flexible-Plankosten-Aufgabe, andere Frage) — Zusatzübung(gleiche Kostenstelle wie eine flexible-Plankosten-Aufgabe, andere Frage.) Gegeben ist dieselbe Kostenstelle: Planbeschäftigung Bp = 30.000 Stück, variable Plankosten Kpv = 45.000,00 €, fixe Plankosten Kpf = 120.000,00 €, Istkosten Ki = 200.000,00 €. Die Originalaufgabe rechnete mit Bi = 35.000 Stück die Abweichungen aus. Diesmal ist die Frage umgekehrt: Bei welcher Ist-Beschäftigung Bi würde die Beschäftigungsabweichung genau 0,00 € betragen? Begründe das Ergebnis und zeige, welche drei Kostengrößen bei dieser Bi zusammenfallen.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Verrechnungssätze aus den Plandaten. kpv = Kpv ÷ Bp = 45.000 ÷ 30.000 = 1,50 €/Stück; kpf = Kpf ÷ Bp = 120.000 ÷ 30.000 = 4,00 €/Stück; kp = 1,50 + 4,00 = 5,50 €/Stück.
  2. Beschäftigungsabweichung als Formel aufstellen. Sie ist reiner Fixkosten-Über-/Unterdeckungseffekt: Beschäftigungsabw.=KsollKverr=(Kpf+kpvBi)kpBi=KpfkpfBi=kpf(BpBi)\text{Beschäftigungsabw.} = K_{soll} - K_{verr} = (K_{pf} + k_{pv}\cdot B_i) - k_p \cdot B_i = K_{pf} - k_{pf}\cdot B_i = k_{pf}\cdot(B_p - B_i)
  3. Gleich null setzen. kpf · (Bp − Bi) = 0. Da kpf = 4,00 €/Stück ≠ 0, muss die Klammer null sein: Bp − Bi = 0 → Bi = Bp = 30.000 Stück.
  4. Interpretation. Die Beschäftigungsabweichung verschwindet genau dann, wenn Ist- gleich Planbeschäftigung ist — keine Über- und keine Unterbeschäftigung, also weder Fixkostenüberdeckung noch Leerkosten. Nur bei Bi = Bp fallen Plankosten (Kp), Sollkosten (Ksoll) und verrechnete Plankosten (Kverr) auf denselben Wert zusammen.
  5. Werte bei Bi = 30.000 Stück. Kverr = 5,50 × 30.000 = 165.000,00 €; Ksoll = 120.000 + 1,50 × 30.000 = 120.000 + 45.000 = 165.000,00 €; Kp = 45.000 + 120.000 = 165.000,00 €. Alle drei = 165.000,00 €.

Ergebnis: Die Beschäftigungsabweichung ist null bei Bi = Bp = 30.000 Stück; dort gilt Kp = Ksoll = Kverr = 165.000,00 €. Rechenprobe: Beschäftigungsabweichung = Ksoll − Kverr = 165.000 − 165.000 = 0,00 € ✓; Gegenformel kpf · (Bp − Bi) = 4,00 × (30.000 − 30.000) = 0,00 € ✓.


UKV vs. GKV Kunststofftechnik — Betriebsergebnis bei Bestandserhöhung — Zusatzübung

Aufgabe #241 · UKV vs. GKV Kunststofftechnik — Betriebsergebnis bei Bestandserhöhung — ZusatzübungDie Taunus Kunststofftechnik GmbH stellt ein einziges Produkt her. Produktions- und Absatzmenge fallen auseinander, der Anfangsbestand an Fertigerzeugnissen ist null. Gegeben:
Größe Wert
Produktionsmenge 12.000 Stück
Absatzmenge 9.000 Stück
Anfangsbestand 0 Stück
Verkaufspreis je Stück 85,00 €
Fertigungsmaterial (gesamte Produktion) 240.000,00 €
Fertigungslöhne (gesamte Produktion) 180.000,00 €
Fertigungsgemeinkosten (gesamte Produktion) 120.000,00 €
Verwaltungskosten (Periodenkosten) 70.000,00 €
Vertriebskosten (Periodenkosten) 50.000,00 €

Ermittle das Betriebsergebnis einmal nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) und einmal nach dem Umsatzkostenverfahren (UKV) und weise nach, dass beide dasselbe Ergebnis liefern.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Bestandsveränderung. Endbestand = AB + Produktion − Absatz = 0 + 12.000 − 9.000 = 3.000 Stück. Bestandsveränderung = EB − AB = 3.000 − 0 = +3.000 Stück (Bestandserhöhung), weil mehr produziert als verkauft wurde.
  2. Herstellkosten der Produktion (nur bestandsfähige Kosten: Material + Löhne + FGK). 240.000 + 180.000 + 120.000 = 540.000,00 €. Herstellkosten je Stück hk = 540.000 ÷ 12.000 = 45,00 €/Stück. Verwaltung und Vertrieb sind Periodenkosten und gehen nicht ins Lager.
  3. Umsatzerlöse (nur die abgesetzte Menge zählt): 9.000 × 85,00 = 765.000,00 €.
  4. Wert der Bestandserhöhung = 3.000 × 45,00 = 135.000,00 €.
  5. GKV-Weg: Umsatzerlöse + Bestandserhöhung − Gesamtkosten der Periode. Gesamtkosten = 540.000 + 70.000 + 50.000 = 660.000,00 €. BE = 765.000 + 135.000 − 660.000 = 240.000,00 €. (Das GKV zieht alle Produktionskosten ab; weil 3.000 Stück noch im Lager liegen, wird ihr Wert als Bestandserhöhung wieder hinzugerechnet.)
  6. UKV-Weg: Herstellkosten des Umsatzes = Absatzmenge × hk = 9.000 × 45,00 = 405.000,00 €. BE = Umsatz − HK des Umsatzes − Verwaltung − Vertrieb = 765.000 − 405.000 − 70.000 − 50.000 = 240.000,00 €. (Das UKV stellt dem Umsatz von vornherein nur die Kosten der verkauften Stücke gegenüber — keine Bestandskorrektur nötig.)

Ergebnis: BE(GKV) = BE(UKV) = 240.000,00 €. Rechenprobe: HK der Produktion − HK des Umsatzes = 540.000 − 405.000 = 135.000,00 € = exakt der Wert der Bestandserhöhung, den das GKV wieder hinzurechnet → beide Verfahren identisch, Differenz 0,00 € ✓.


UKV vs. GKV bei Bestandsminderung — Betriebsergebnis (gleiches Setting wie Rheinhessen-Werk GmbH, andere Frage) — Zusatzübung

Aufgabe #242 · UKV vs. GKV bei Bestandsminderung — Betriebsergebnis (gleiches Setting wie Rheinhessen-Werk GmbH, andere Frage) — Zusatzübung(gleiches Setting wie die UKV/GKV-Aufgabe Rheinhessen-Werk GmbH, andere Frage.) Dieselbe Kostenstruktur der Produktion wie im Original (Fertigungsmaterial 300.000,00 €, Fertigungslöhne 250.000,00 €, Fertigungsgemeinkosten 150.000,00 € bei 10.000 Stück Produktion; Verkaufspreis 120,00 €; Verwaltungskosten 90.000,00 €; Vertriebskosten 70.000,00 €). Im Original war der Anfangsbestand 0 und es entstand eine Bestandserhöhung. Diesmal gilt: Anfangsbestand 3.000 Stück (bewertet zu den gleichen Herstellkosten je Stück wie die laufende Produktion), Produktion weiterhin 10.000 Stück, Absatz 11.000 Stück — es wird also mehr verkauft als produziert. Ermittle das Betriebsergebnis nach GKV und nach UKV und weise die Gleichheit nach.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Herstellkosten je Stück (unverändert). HK der Produktion = 300.000 + 250.000 + 150.000 = 700.000,00 €; hk = 700.000 ÷ 10.000 = 70,00 €/Stück. Annahme laut Aufgabe: der Anfangsbestand wurde in der Vorperiode zu denselben 70,00 €/Stück gefertigt.
  2. Bestandsveränderung. Endbestand = AB + Produktion − Absatz = 3.000 + 10.000 − 11.000 = 2.000 Stück. Bestandsveränderung = EB − AB = 2.000 − 3.000 = −1.000 Stück (Bestandsminderung) — es wurde Lager abgebaut, um die höhere Absatzmenge zu bedienen.
  3. Wert der Bestandsminderung = 1.000 × 70,00 = 70.000,00 €.
  4. Umsatzerlöse (abgesetzte Menge): 11.000 × 120,00 = 1.320.000,00 €.
  5. GKV-Weg: Umsatzerlöse − Bestandsminderung − Gesamtkosten der Periode. Bei einer Bestandsminderung wird der Lagerwert abgezogen (Vorzeichen umgekehrt zur Erhöhung), weil verkaufte Ware aus dem Lager stammt, deren Kosten nicht in dieser Periode produziert wurden. Gesamtkosten = 700.000 + 90.000 + 70.000 = 860.000,00 €. BE = 1.320.000 − 70.000 − 860.000 = 390.000,00 €.
  6. UKV-Weg: Herstellkosten des Umsatzes = Absatzmenge × hk = 11.000 × 70,00 = 770.000,00 € (hier größer als die HK der Produktion von 700.000 €, weil mehr verkauft als produziert wurde — die Differenz kommt aus dem Lagerabbau). BE = Umsatz − HK des Umsatzes − Verwaltung − Vertrieb = 1.320.000 − 770.000 − 90.000 − 70.000 = 390.000,00 €.

Ergebnis: BE(GKV) = BE(UKV) = 390.000,00 €. Rechenprobe: HK des Umsatzes − HK der Produktion = 770.000 − 700.000 = 70.000,00 € = exakt der Wert der Bestandsminderung, den das GKV auf der Leistungsseite abzieht → beide Verfahren identisch, Differenz 0,00 € ✓. (Merksatz: Bei Bestandsminderung zieht das GKV sie ab und das UKV rechnet mehr Herstellkosten ab — genau umgekehrt zur Bestandserhöhung.)



Kalkulatorische Zinsen einer Lackieranlage — Durchschnitts- und Restwertmethode — Zusatzübung

Aufgabe #243 · Kalkulatorische Zinsen einer Lackieranlage — Durchschnitts- und Restwertmethode — ZusatzübungEin mittelständischer Karosseriebaubetrieb aus Rheinhessen schafft eine neue Lackieranlage an. Der Anschaffungswert beträgt AW = 180.000,00 €, der geplante Restwert am Ende der Nutzung RW = 20.000,00 €, die Nutzungsdauer ND = 4 Jahre und der kalkulatorische Zinssatz i = 7 %. Ermittle die kalkulatorischen Zinsen (a) nach der Durchschnittsverzinsung (konstanter Jahresbetrag) und (b) nach der Restwertverzinsung (Buchwert-Tabelle über die gesamte Nutzungsdauer). (c) Nenne die Differenz der Gesamtbeträge und erkläre kurz, woher sie kommt.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Vorüberlegung. Kalkulatorische Zinsen sind die Opportunitätskosten des im Anlagegut gebundenen Eigenkapitals — die entgangene risikoäquivalente Anlagerendite, NICHT der Fremdkapital-/Sparbuchzins. Beide Verfahren bauen auf der linearen Abschreibung auf, mit der der Buchwert Jahr für Jahr gleichmäßig von AW auf RW sinkt.

  2. Jährliche Abschreibung (gemeinsame Basis) = (AW − RW) ÷ ND = (180.000,00 − 20.000,00) ÷ 4 = 160.000,00 ÷ 4 = 40.000,00 €/Jahr. Um diesen Betrag fällt der Buchwert jedes Jahr.

(a) Durchschnittsverzinsung

  1. Durchschnittlich gebundenes Kapital = (AW + RW) ÷ 2 = (180.000,00 + 20.000,00) ÷ 2 = 200.000,00 ÷ 2 = 100.000,00 €. Weil der Buchwert linear von 180.000,00 € auf 20.000,00 € rutscht, ist das im Mittel gebundene Kapital genau die Mitte beider Enden.

  2. Kalkulatorische Zinsen pro Jahr = Ø-Kapital × i = 100.000,00 × 0,07 = 7.000,00 €/Jahr (in jedem der 4 Jahre gleich hoch).

  3. Zinsen gesamt = 7.000,00 × 4 = 28.000,00 €.

(b) Restwertverzinsung

  1. Buchwerte zu Jahresbeginn aufstellen (Start AW, jährlich − 40.000,00 €) und mit i = 7 % verzinsen:
Jahr Buchwert zu Jahresbeginn × i (7 %) Kalk. Zinsen
1 180.000,00 € × 0,07 12.600,00 €
2 140.000,00 € × 0,07 9.800,00 €
3 100.000,00 € × 0,07 7.000,00 €
4 60.000,00 € × 0,07 4.200,00 €
Summe 33.600,00 €
  1. Zinsen gesamt (Restwertmethode) = 12.600,00 + 9.800,00 + 7.000,00 + 4.200,00 = 33.600,00 € (fallend, Ø 33.600,00 ÷ 4 = 8.400,00 €/Jahr).

(c) Differenz = 33.600,00 − 28.000,00 = 5.600,00 €. Die Restwertmethode verzinst das Kapital jeweils zu Jahresbeginn — also bevor die laufende Abschreibung greift; im Schnitt ist damit eine halbe Jahresabschreibung mehr gebunden: 20.000,00 € × 0,07 × 4 = 5.600,00 €.

Ergebnis: (a) 7.000,00 €/Jahr, gesamt 28.000,00 € · (b) fallend 12.600,00 → 4.200,00 €, gesamt 33.600,00 € · (c) Differenz 5.600,00 €. Rechenprobe: Buchwert am Ende von Jahr 4 = 60.000,00 − 40.000,00 = 20.000,00 € = RW ✓. Gegenprobe der Differenz: halbe Jahresabschreibung × i × ND = (40.000,00 ÷ 2) × 0,07 × 4 = 20.000,00 × 0,07 × 4 = 5.600,00 € ✓.


Kalkulatorische Zinsen der CNC-Anlage bei verkürzter Nutzungsdauer — Zusatzübung

Aufgabe #244 · Kalkulatorische Zinsen der CNC-Anlage bei verkürzter Nutzungsdauer — Zusatzübung(gleiches Setting wie eine CNC-Fräsanlagen-Aufgabe — AW = 240.000,00 €, RW = 40.000,00 €, i = 8 % —, andere Frage). Für die bereits bekannte CNC-Fräsanlage wird die Nutzungsdauer aufgrund neuer Erkenntnisse von 5 auf 4 Jahre verkürzt; AW, RW und Zinssatz bleiben unverändert. Ermittle die kalkulatorischen Zinsen jetzt (a) nach der Durchschnittsverzinsung (Jahresbetrag und Gesamtbetrag) und (b) nach der Restwertverzinsung (Buchwert-Tabelle). (c) Was fällt beim Durchschnitts-Jahresbetrag im Vergleich zur ursprünglichen 5-Jahres-Rechnung (11.200,00 €/Jahr) auf?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Jährliche Abschreibung neu = (AW − RW) ÷ ND = (240.000,00 − 40.000,00) ÷ 4 = 200.000,00 ÷ 4 = 50.000,00 €/Jahr (vorher bei ND = 5: 40.000,00 €/Jahr — steigt, weil derselbe Wertverlust auf weniger Jahre verteilt wird).

(a) Durchschnittsverzinsung

  1. Durchschnittlich gebundenes Kapital = (AW + RW) ÷ 2 = (240.000,00 + 40.000,00) ÷ 2 = 140.000,00 €. Achtung: Diese Größe hängt NUR von AW und RW ab — die Nutzungsdauer kommt in der Formel gar nicht vor, also bleibt sie unverändert.

  2. Kalkulatorische Zinsen pro Jahr = 140.000,00 × 0,08 = 11.200,00 €/Jahr — exakt gleich wie in der 5-Jahres-Rechnung.

  3. Zinsen gesamt = 11.200,00 × 4 = 44.800,00 € (statt 56.000,00 € bei 5 Jahren — der Gesamtbetrag sinkt um genau einen Jahresbetrag von 11.200,00 €, weil ein Nutzungsjahr wegfällt).

(b) Restwertverzinsung

  1. Buchwerte zu Jahresbeginn (Start 240.000,00 €, jährlich − 50.000,00 €) mit i = 8 % verzinsen:
Jahr Buchwert zu Jahresbeginn × i (8 %) Kalk. Zinsen
1 240.000,00 € × 0,08 19.200,00 €
2 190.000,00 € × 0,08 15.200,00 €
3 140.000,00 € × 0,08 11.200,00 €
4 90.000,00 € × 0,08 7.200,00 €
Summe 52.800,00 €
  1. Zinsen gesamt (Restwertmethode) = 19.200,00 + 15.200,00 + 11.200,00 + 7.200,00 = 52.800,00 € (Ø 13.200,00 €/Jahr).

  2. (c) Beobachtung: Der Durchschnitts-Jahresbetrag bleibt bei 11.200,00 €/Jahr — er ist von der Nutzungsdauer unabhängig, weil das Ø-Kapital nur aus AW und RW gebildet wird. Verändert wird durch die kürzere ND nur der Gesamtbetrag (weniger Jahre) und die Restwertmethode (steilere Abschreibung → höhere frühe Buchwert-Zinsen).

Ergebnis: (a) 11.200,00 €/Jahr (unverändert), gesamt 44.800,00 € · (b) fallend 19.200,00 → 7.200,00 €, gesamt 52.800,00 € · (c) Durchschnitts-Jahresbetrag von ND unabhängig. Rechenprobe: Buchwert Ende Jahr 4 = 90.000,00 − 50.000,00 = 40.000,00 € = RW ✓. Differenz Restwert − Durchschnitt = 52.800,00 − 44.800,00 = 8.000,00 € = halbe Jahresabschreibung × i × ND = 25.000,00 × 0,08 × 4 = 8.000,00 € ✓.


Kalkulatorische Wagnisse aus Forderungsausfällen — Wagniskostensatz — Zusatzübung

Aufgabe #245 · Kalkulatorische Wagnisse aus Forderungsausfällen — Wagniskostensatz — ZusatzübungEin Elektro-Großhändler aus Rhein-Main verkauft überwiegend auf Ziel (Rechnung). Aus uneinbringlichen Forderungen entstehen jährlich schwankende Ist-Ausfälle. In der Kostenrechnung sollen diese verstetigt als kalkulatorisches Wagnis (Bezugsgröße: Netto-Umsatz) auf die Erzeugnisse verrechnet werden. Für die letzten vier Jahre liegen vor: 2022 Umsatz 3.000.000,00 € / Ausfall 24.000,00 €; 2023 Umsatz 3.500.000,00 € / Ausfall 21.000,00 €; 2024 Umsatz 4.000.000,00 € / Ausfall 42.000,00 €; 2025 Umsatz 4.500.000,00 € / Ausfall 33.000,00 €. Für das Planjahr 2027 wird ein Umsatz von 5.000.000,00 € budgetiert. (a) Ermittle den Wagniskostensatz. (b) Berechne die kalkulatorischen Wagniskosten 2027 als Jahres- und Monatsbetrag. (c) Warum nimmt man Summe ÷ Summe und nicht den Mittelwert der Einzelquoten?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Warum überhaupt glätten? Die jährliche Ist-Quote (Ausfall ÷ Umsatz) schwankt: 2022 = 24.000,00 ÷ 3.000.000,00 = 0,80 %; 2023 = 21.000,00 ÷ 3.500.000,00 = 0,60 %; 2024 = 42.000,00 ÷ 4.000.000,00 = 1,05 %; 2025 = 33.000,00 ÷ 4.500.000,00 = 0,73 %. Für stabile Preise wird ein einheitlicher Durchschnittssatz gebildet.

  2. Summe der Ist-Verluste (Σ WV) = 24.000,00 + 21.000,00 + 42.000,00 + 33.000,00 = 120.000,00 €.

  3. Summe der Bezugsgröße (Σ Umsatz) = 3.000.000,00 + 3.500.000,00 + 4.000.000,00 + 4.500.000,00 = 15.000.000,00 €.

  4. (a) Wagniskostensatz WKS = (Σ WV ÷ Σ Umsatz) × 100 = (120.000,00 ÷ 15.000.000,00) × 100 = 0,008 × 100 = 0,80 %. Gepoolt (Summe durch Summe), NICHT als ungewichteter Mittelwert der vier Einzelquoten.

  5. (b) Kalkulatorische Wagniskosten Planjahr 2027 (Jahresbetrag) = Planumsatz × WKS = 5.000.000,00 × 0,008 = 40.000,00 €/Jahr.

  6. Monatsbetrag = 40.000,00 ÷ 12 = 3.333,33 €/Monat (kaufmännisch gerundet).

  7. (c) Abgrenzung/Begründung: Der ungewichtete Mittelwert der vier Quoten wäre (0,80 + 0,60 + 1,05 + 0,73) ÷ 4 = 3,18 ÷ 4 ≈ 0,80 % — hier zufällig ähnlich, weicht aber ab, sobald die Jahresumsätze stark unterschiedlich sind, weil ein umsatzschwaches Ausreißer-Jahr dann übergewichtet würde. Der gepoolte Satz gibt jedem Euro Umsatz dasselbe Gewicht. Kalkulatorische Wagnisse sind Zusatzkosten (kein gleich hoher Zweckaufwand); die echten Ausfälle laufen als neutraler Aufwand. Nur das Einzelwagnis wird so kalkuliert — ein versicherter Anteil bleibt draußen (dafür die Prämie als Grundkosten), das allgemeine Unternehmerwagnis wird über den kalkulatorischen Gewinn abgegolten.

Ergebnis: WKS = 0,80 %, kalk. Wagniskosten 2027 = 40.000,00 €/Jahr bzw. 3.333,33 €/Monat. Rechenprobe: WKS × Σ-Umsatz muss die Σ-Verluste ergeben: 0,008 × 15.000.000,00 = 120.000,00 € = Σ WV ✓. Und Monatsbetrag × 12 = 3.333,33 × 12 = 40.000,00 € (Rundung) ✓.


Break-Even und Erfolgsgrößen einer Baugruppe — Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Effektivität — Zusatzübung

Aufgabe #246 · Break-Even und Erfolgsgrößen einer Baugruppe — Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Effektivität — ZusatzübungEin Zulieferer plant für eine Baugruppe folgende Werte: Stückpreis p = 50,00 €/Stk, variable Stückkosten kv = 30,00 €/Stk, Fixkosten Kf = 60.000,00 €, Planmenge x = 4.000 Stk, Gewinnziel Gziel = 25.000,00 €. (Symbolsatz dieser Aufgabe: DB, ds, G, g, k, R, EZ, EF.) (a) Berechne die Kennzahlen E, K, DB, ds, G, g, k, EZ, R, EF sowie Break-Even-Menge und Erfolgsziel-Menge. (b) Nenne die Synonyme zu Deckungsspanne, Effizienz und Effektivität. (c) Beurteile Vorteilhaftigkeit und Planung.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Erlös E = p · x = 50,00 · 4.000 = 200.000,00 €.
  2. Gesamtkosten K = Kf + kv · x = 60.000,00 + 30,00 · 4.000 = 60.000,00 + 120.000,00 = 180.000,00 €.
  3. Stück-Deckungsbeitrag ds (= db) = p − kv = 50,00 − 30,00 = 20,00 €/Stk.
  4. Deckungsbeitrag gesamt DB = ds · x = 20,00 · 4.000 = 80.000,00 € (Kontrolle E − Kv = 200.000,00 − 120.000,00 = 80.000,00 ✓).
  5. Gewinn G = DBKf = 80.000,00 − 60.000,00 = 20.000,00 € (Kontrolle E − K = 200.000,00 − 180.000,00 = 20.000,00 ✓).
  6. Stückgewinn g = G ÷ x = 20.000,00 ÷ 4.000 = 5,00 €/Stk · Stückkosten k = K ÷ x = 180.000,00 ÷ 4.000 = 45,00 €/Stk.
  7. Wirtschaftlichkeit EZ (= W) = E ÷ K = 200.000,00 ÷ 180.000,00 = 1,11 — als Verhältniszahl, NICHT in Prozent.
  8. Rentabilität R = G ÷ K = 20.000,00 ÷ 180.000,00 = 0,1111 = 11,11 % (Gewinn ÷ Kosten, nicht ÷ Erlös).
  9. Zielerreichungsgrad EF (= Z) = G ÷ Gziel = 20.000,00 ÷ 25.000,00 = 0,80 = 80,00 %.
  10. Kontrolle EZ = 1 + R → 1 + 0,1111 = 1,1111 ≈ 1,11 ✓.
  11. Break-Even-Menge xBE = Kf ÷ ds = 60.000,00 ÷ 20,00 = 3.000 Stk.
  12. Erfolgsziel-Menge xZiel = (Kf + Gziel) ÷ ds = (60.000,00 + 25.000,00) ÷ 20,00 = 85.000,00 ÷ 20,00 = 4.250 Stk → liegt über der Planmenge 4.000 → Ziel mit der Planmenge nicht erreichbar (passt zu EF = 80,00 %).
  13. Sicherheitsstrecke = x − xBE = 4.000 − 3.000 = 1.000 Stk · Sicherheitskoeffizient = 1.000 ÷ 4.000 = 25,00 %.

(b) Synonyme: Deckungsspanne = Stückdeckungsbeitrag · Effizienz = Wirtschaftlichkeit · Effektivität = Zielerreichungsgrad.

(c) Beurteilung: DB = 80.000,00 € und G = 20.000,00 € > 0, R = 11,11 % (hoch), EZ = 1,11 > 1 → das Produkt ist klar vorteilhaft. Die Planmenge (4.000 Stk) liegt mit 1.000 Stk Puffer deutlich über der Gewinnschwelle. Aber: das Gewinnziel wird nur zu 80,00 % erreicht — für die vollen 25.000,00 € wären 4.250 statt 4.000 Stk nötig. Die Planung ist grundsätzlich solide, aber beim Gewinnziel zu optimistisch; Gegensteuern über Menge (+250 Stk) oder Preis.

Ergebnis: E 200.000,00 € · K 180.000,00 € · DB 80.000,00 € · ds 20,00 €/Stk · G 20.000,00 € · g 5,00 €/Stk · k 45,00 €/Stk · EZ 1,11 · R 11,11 % · EF 80,00 % · xBE 3.000 Stk · xZiel 4.250 Stk. Rechenprobe: Kontrolle EZ = 1 + R = 1 + 0,1111 = 1,11 ✓; am Break-Even 3.000 Stk: DB = 20,00 · 3.000 = 60.000,00 € = Kf → G = 0 ✓.


Break-Even bei Gewinnziel und steigenden Fixkosten — Erfolgsgrößen-Variante — Zusatzübung

Aufgabe #247 · Break-Even bei Gewinnziel und steigenden Fixkosten — Erfolgsgrößen-Variante — Zusatzübung(gleiches Zahlen-Setting wie eine Break-Even-Aufgabe — p = 38,00 €/Stk, kv = 22,00 €/Stk, Kf = 45.000,00 €, x = 3.300 Stk, Gziel = 12.500,00 € —, andere Frage). Statt der üblichen Kennzahlen bei Planmenge sollst du hier zwei Steuerungsfragen beantworten: (a) Welche Absatzmenge ist nötig, um einen Gewinn von 20.000,00 € zu erzielen? (b) Wie hoch ist die neue Break-Even-Menge, wenn die Fixkosten um 15 % steigen (Preis und variable Stückkosten unverändert)? (c) Liegt die ursprüngliche Planmenge von 3.300 Stk dann noch in der Gewinnzone?

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Stück-Deckungsbeitrag db = p − kv = 38,00 − 22,00 = 16,00 €/Stk (bleibt in beiden Teilfragen gleich, da p und kv unverändert).

(a) Menge für einen Wunschgewinn von 20.000,00 €

  1. Die Zielmengen-Formel gilt für jeden gewünschten Gewinn: x = (Kf + Gwunsch) ÷ db.
  2. x = (45.000,00 + 20.000,00) ÷ 16,00 = 65.000,00 ÷ 16,00 = 4.062,50 → aufgerundet 4.063 Stk (kein halbes Stück verkaufbar).

(b) Neue Break-Even-Menge bei +15 % Fixkosten

  1. Neue Fixkosten = 45.000,00 × 1,15 = 45.000,00 + 6.750,00 = 51.750,00 €.
  2. Neue Break-Even-Menge xBE,neu = Kf,neu ÷ db = 51.750,00 ÷ 16,00 = 3.234,375 → aufgerundet 3.235 Stk (Betriebsminimum). Zum Vergleich: ursprüngliche Break-Even-Menge 45.000,00 ÷ 16,00 = 2.812,50 → 2.813 Stk; sie steigt also um rund 421,88 Stk.

(c) Liegt 3.300 Stk noch in der Gewinnzone?

  1. Die Planmenge 3.300 Stk liegt weiterhin über der neuen Break-Even-Menge 3.234,375 Stk → ja, knapp in der Gewinnzone. Die Sicherheitsstrecke schrumpft aber drastisch auf 3.300 − 3.234,375 = 65,625 Stk (≈ 1,99 % der Planmenge) — vorher waren es 487,50 Stk (14,77 %). Der Fixkostenanstieg frisst fast den ganzen Sicherheitspuffer auf.

Ergebnis: (a) 4.062,50 → 4.063 Stk für 20.000,00 € Gewinn · (b) neue Break-Even-Menge 3.234,375 → 3.235 Stk · (c) Planmenge 3.300 Stk bleibt knapp in der Gewinnzone (Sicherheitsstrecke nur noch ≈ 65,63 Stk). Rechenprobe: (a) bei 4.062,50 Stk: DB = 16,00 · 4.062,50 = 65.000,00 €; G = 65.000,00 − 45.000,00 = 20.000,00 € ✓. (b) bei 3.234,375 Stk: DB = 16,00 · 3.234,375 = 51.750,00 € = neue Kf → G = 0, also W = 1,00 (Kontrolle W = 1 + R mit R = 0) ✓.


Break-Even und Erfolgsgrößen eines Verschleißteils — Rentabilität und Zielerreichung — Zusatzübung

Aufgabe #248 · Break-Even und Erfolgsgrößen eines Verschleißteils — Rentabilität und Zielerreichung — ZusatzübungFür ein Verschleißteil sind geplant: Stückpreis p = 24,00 €/Stk, variable Stückkosten kv = 15,00 €/Stk, Fixkosten Kf = 27.000,00 €, Planmenge x = 4.000 Stk, Gewinnziel Gziel = 10.000,00 €. (a) Berechne die Kennzahlen E, K, DB, db, G, gs, ks, W, R, Z sowie Break-Even-Menge, Erfolgsziel-Menge, Sicherheitsstrecke und Sicherheitskoeffizient. (b) Beurteile Vorteilhaftigkeit und Planung.

Lösung — Schritt für Schritt:

  1. Erlös E = p · x = 24,00 · 4.000 = 96.000,00 €.
  2. Gesamtkosten K = Kf + kv · x = 27.000,00 + 15,00 · 4.000 = 27.000,00 + 60.000,00 = 87.000,00 €.
  3. Stück-Deckungsbeitrag db = p − kv = 24,00 − 15,00 = 9,00 €/Stk.
  4. Deckungsbeitrag gesamt DB = db · x = 9,00 · 4.000 = 36.000,00 € (Kontrolle E − Kv = 96.000,00 − 60.000,00 = 36.000,00 ✓).
  5. Gewinn G = DBKf = 36.000,00 − 27.000,00 = 9.000,00 € (Kontrolle E − K = 96.000,00 − 87.000,00 = 9.000,00 ✓).
  6. Stückgewinn gs = G ÷ x = 9.000,00 ÷ 4.000 = 2,25 €/Stk · Stückkosten ks = K ÷ x = 87.000,00 ÷ 4.000 = 21,75 €/Stk.
  7. Wirtschaftlichkeit W = E ÷ K = 96.000,00 ÷ 87.000,00 = 1,10 (Verhältniszahl, nicht in Prozent).
  8. Rentabilität R = G ÷ K = 9.000,00 ÷ 87.000,00 = 0,1034 = 10,34 % (Gewinn ÷ Kosten).
  9. Zielerreichungsgrad Z = G ÷ Gziel = 9.000,00 ÷ 10.000,00 = 0,90 = 90,00 %.
  10. Kontrolle W = 1 + R → 1 + 0,1034 = 1,1034 ≈ 1,10 ✓.
  11. Break-Even-Menge xBE = Kf ÷ db = 27.000,00 ÷ 9,00 = 3.000 Stk.
  12. Erfolgsziel-Menge xZiel = (Kf + Gziel) ÷ db = (27.000,00 + 10.000,00) ÷ 9,00 = 37.000,00 ÷ 9,00 = 4.111,11 → 4.112 Stk → liegt über der Planmenge 4.000 → Ziel knapp verfehlt (passt zu Z = 90,00 %).
  13. Sicherheitsstrecke = x − xBE = 4.000 − 3.000 = 1.000 Stk · Sicherheitskoeffizient = 1.000 ÷ 4.000 = 25,00 %.

(b) Beurteilung: DB = 36.000,00 € und G = 9.000,00 € > 0, R = 10,34 % (gut), W = 1,10 > 1 → vorteilhaft. Die Planmenge liegt mit 1.000 Stk (25,00 %) klar über der Gewinnschwelle. Das Gewinnziel wird zu 90,00 % erreicht → solide Planung, nur knapp verfehlt; für die vollen 10.000,00 € wären 4.112 statt 4.000 Stk nötig, eine kleine Mengen- oder Preisanpassung schließt die Lücke.

Ergebnis: E 96.000,00 € · K 87.000,00 € · DB 36.000,00 € · db 9,00 €/Stk · G 9.000,00 € · gs 2,25 €/Stk · ks 21,75 €/Stk · W 1,10 · R 10,34 % · Z 90,00 % · xBE 3.000 Stk · xZiel 4.112 Stk · Sicherheitsstrecke 1.000 Stk · Sicherheitskoeffizient 25,00 %. Rechenprobe: Kontrolle W = 1 + R = 1 + 0,1034 = 1,10 ✓; am Break-Even 3.000 Stk: DB = 9,00 · 3.000 = 27.000,00 € = Kf → G = 0 ✓.